langostinos y sepia al ajillo y pa amb tomàquet
ich bin ja, wie vielleicht der eine oder andere weiß, seit einer weile in barcelona. eigentlich schon eine ganze weile, so lang, dass mittlerweile sogar schon meine rückkehr viel näher liegt als meine ankunft.
ich habe viel gesehen, viel erlebt, viel gelernt, aber natürlich von allem noch bei weitem nicht genug. im gegenteil, ich komme mir so vor, als hätte ich meine zeit hier vertrödelt, aber das gefühl hat man wohl meistens…
aber vor allem habe ich hier sehr viel gegessen und vor allem sehr viel gutes gegessen! besonders nach sepia bin ich geradezu süchtig. schon vorher und hier erst recht. gestern kam ich jedenfalls fix und fertig aus meinen spanischstunden und hatte so richtig bock, wie es so schön heißt. ich hätte essen gehen können, in einem unserer lieblingstapasrestaurants bei u. und mir in der nähe, aber ich habe es auch einfach lassen können und mich selber ans kochen gemacht. und siehe da, es war viel leichter als gedacht!
eigentlich bestellen wir immer sepia a la plancha (vom grill) und gambas al ajillo, es ist bei mir eher so eine mischung geworden, weil faul und so weiter, aber das tat dem geschmack keinen abbuch, nein, ganz im gegenteil!
als “stärkebeilage” gab es eine scheibe “pa tomàquet”, das katalanische “nationalgericht”.
ich habe keine ganzen sepia gekauft, sondern wie so “tintenfischsteaks”, wie sie heißen, weiß ich nicht mehr. das waren so lange weiße streifen von einem anscheinend sehr großen tier. kostet dafür aber auch nur die hälfte (4.99 €/kg).
aber dieses tintenfischfleisch in stücke zu schneiden, das war wirklich a pain in the ass. alles ist schleimig, alles flutscht und ist eklig. aber nun gut, da musste ich durch und geschmacklich hat es sich auf jeden fall gelohnt. das erste (ich nenns mal:) “steak” war eine testrunde, die ich in der grillpfanne angebraten habe und in würfel versucht habe zu schneiden. grillpfanne war eine prinzipiell gute idee, unsere ist leider nur schlecht. und würfel sind auch nicht so eine knalleridee.
die nächste ladung - das eigentliche essen, die erste runde wurde in der küche während dem kochen als wegzehrung verdrückt - habe ich zumindest versucht so gut es geht in streifen zu schneiden. dann anbraten in reichlich olivenöl, und nach ungefähr der hälfte der zeit kamen langostinos dazu, was die jetzt genau von garnelen unterscheidet, weiß ich jetzt nicht. aber sie waren auf jeden fall geschält und wurden dann mitgebraten. als sie auch ein bisschen garer aussahen und alles kurz vor fertig war, kam dann noch eine katalanische kräutermischung oben auf: knoblauchpetersilie. das kriegt man fertig gehackt im supermarkt, ich suche gleich noch den namen raus.
eigentlich wollte ich ja lieber knoblauch und petersilie selber hacken, aber es war leider einfach ein ding der unmöglichkeit, frische petersilie zu finden. es gab nur noch koriander! dann eben so. ging halt dann eben noch schneller.
alles noch zusammen erhitzt, bis die ganze wohnung erfüllt war von dem duft von knoblauch und meer (viele finden das weniger geil. ich find’s super!) und fertig. ab in den teller, auf u.’s hinweis mit der gesamten flüssigkeit in der pfanne (es entsteht eine menge!). das ist dann eine wunderbare fischige tunke.
pa amb tomàquet zu machen ist ganz leicht: brot toasten, tomate halbieren, tomate über das brot zerquetschen, wie eine zitrone, die man auspresst, olivenöl drauf, meersalz, frischer pfeffer, fertig.

