kartoffelgratin ist eigentlich gar nicht schwer. und dauert nicht lange. diese wahrscheinlich weithin bekannten wahrheiten hatten meine kleinen segelohren leider noch nicht erreicht. aber irgendwie packte mich die lust auf so eine kohlenhydrat-fett-orgie, die suche nach einem passenden rezept stürzte mich jedoch in selbstzweifel: mal werden die kartoffeln gekocht, dann nicht, dann dreimal im kreis gedreht, die sahnesauce aufgekocht, eine bechamelsauce gemacht, mal nur milch, mal nur frischkäse und quark, der purist mag es so, der kenner verachtet alle anderen - wie das halt so ist im internetz.
aber eigentlich ist so ein kartoffelgratin furchtbar einfach: kartoffel in ganz ganz ganz dünne scheiben schneiden (geht schneller als man denkt!), in eine gefettete auflaufform schichten (nur eine lage), würzen mit salz, pfeffer, muskat (wir hatten kein muskat, also kam alles andere rein… zimt zum beispiel. ein bisschen). knoblauch hacken und drüber, ein paar zwiebelringe, sahne und milch in rauen mengen darüber (die alibi-milch hätte ich mir auch echt sparen können!), ab in den vorgeheizten backofen (etwa 230 grad bei mir und ober-&unterhitze), ca. eine halbe stunde, dann aufmachen, käse drüber (wir haben leider keine käsereibe… meh), nochmal ein bisschen backen, bis das ganze dampft und gut aussieht, aber noch nicht explodiert ist.
ich bin jetzt nach dem verzehr dieses verbrechens gegen den schlankheitswahn sehr glücklich und möchte mich selbst sofort heiraten.