Februar 12, 2013

Sticky, savoury, Fressperiment-y: Dönercupcakes!

Schon wieder so lang weg, puh. Aber bitte nicht böse sein, ich lag krank im Bett und konnte nicht viel machen außer Schlafen und Hühnersuppe essen. Daher blieb dieses Rezept noch ungeschrieben – BIS JETZT!

Verrückt nannten mich meine Freunde – und sie hatten Recht. Aber von Anfang an: Wie viele Leser vielleicht wissen, habe ich vor einigen Wochen im Supermarkt einen Frischkäse mit «Dönergeschmack» von Exquisa entdeckt. Verrückte Sache und ich schwankte zwischen Faszination und Ekel. Nach einigen Kommentaren und Ermunterungen aus Lesercommunity und Freundeskreis habe ich Exquisa angeschrieben und sie waren so nett, mir nicht nur eine, sondern gleich drei Packungen des Frischkäses zu schicken. An dieser Stelle nochmal: DANKE!

Und da saß ich nun. Eine erste Kostprobe zeigte: 1. Wider Erwarten keine E-Stoffe drin. Wow. 2. Da ist ja echtes Fleisch drin! 3. Schmeckt wie «mit Extra-Scharf und Knoblauchsauce!». 4. Ist in rauen Mengen nicht unbedingt mein Ding. Aber, 5., bei weitem nicht so schlimm wie zuvor ausgemalt.

Aber da saß ich nun. Was macht mit so viel, eh, gewöhnungsbedürftigem Frischkäse? Auf der Packung war ja ein Rezeptvorschlag, aber den fand ich relativ langweilig: Man könne aus dem Frischkäse mit Joghurt eine Sauce für home-made Döner verschlagen. Naja. Da fällt mir doch was besseres ein.

Und in mir reifte diese Idee, die einfach umgesetzt werden musste: DÖNER-CUPCAKES! Der Weg, um das beste/schlimmste aus zwei Welten zusammenzubringen und mein komplettes soziales Umfeld in Angst und Schrecken zu versetzen :)

Basis für die Cupcakes war dieses Rezept für Frischkäse-Muffins. Ich finde die Idee mit der gerieben Zucchini drin super, sorgt für Biss und Saftigkeit. Allerdings denke ich, dass wenn man nicht gerade einen stark gewürzten Frischkäse wie den Dönerfrischkäse benutzt, lieber um einiges mehr Salz und Gewürze in den Teig geben sollte. Ich habe auch etwas mehr Petersilie (aus dem Tiefkühlfach) in den Teig gegeben als nur einen 3/4-Teelöffel, die Zuckermenge leicht reduziert (etwa anderthalb EL statt zwei) und dafür etwas mehr Frischkäse in den Teig gehauen.

Den Teig habe ich zuhause gebastelt, habe dann alles in das extra für dieses Rezept (!) mir neu zugelegte Muffinbackblech gehauen und bin zu A. spaziert – ich habe ja keinen Backofen. 

Dann wurden die kleinen Küchlein im Gasofen etwa 15 Minuten gebacken, bis sie aufgegangen sind. Nach dem Abkühlen habe ich sie mit etwas mehr Käse beschmiert, damit sie natürlich auch so aussehen wie Cupcakes, und mit einer Mini-Pepperoni garniert. 

Auf diesen Schritt könnt ihr auch verzichten, wenn ihr nicht gerade eine Mutprobe aus eurem Backwerk machen wollt :)

Natürlich wollt ihr jetzt alle wissen, wie sie geschmeckt haben, die Cupcakes, oder? Ich muss euch enttäuschen: Sie waren wirklich lecker. Ich habe mindestens sechs selbst gegessen und muss sagen: Mist, sie sind mir wirklich sehr lecker geraten :)

November 10, 2012

Süsskartoffel-Kürbis-Ofengemüse (und ganze Knoblauchzehen!)

Kürbis, ach, Kürbis, Kürbis ist schon was so richtig feines. Und Süsskartoffeln auch. Und sie passen auch noch so gut zueinander!

Dieses Essen taugt eigentlich vor allem als Beilage, aber ganz ehrlich, es ist so lecker, das kann man auch locker als Hauptspeise nehmen. Mit einem hübschen Salat dazu passt das alles ganz vorzüglich, macht satt und glücklich. Und was braucht man anderes in diesen kalten Tagen? Ach ja, Freunde auch noch, aber die waren bei diesem Dinner auch dabei. Yey!

Wir haben zwei kleine Hokkaido-Kürbisse und ein, zwei, drei Süsskartoffeln gewürfelt, mit Meersalz, schwarzem Pfeffer und Olivenöl angemacht. Sehr gut kann ich mir allerdings auch Zitronen- oder Orangenzesten (von Biofrüchten, natürlich!) und Salbei vorstellen. Oder Thymian. Dann noch vom ganzen Knoblauch unten den Boden abschneiden und mit in die Grillpfanne packen und backen, bis das ganze Zeug gar ist (bis die Gabel locker durchgeht) und man den Knoblauch locker aus der Zehe drücken kann.

Fertig! Dazu am besten Guacamole (für Veganer) (Achtung! Sehr schlimmes Foto aus der Improkitchen-Anfangszeit!) oder Kräuterquark reichen (für Vegetarier und Omnivoren). Beim Essen kann man dann - im Idealfall - den weichgebackenen Knoblauch auf das Gemüse drücken und für den Abend sicher machen, dass man nicht mehr geküsst wird. Und das lohnt sich.

Ansonsten macht sich das Kürbis-Süsskartoffelgemüse auch gut zum Rinder- oder Seitansteak. Oder ihr bleibt beim pur. Man muss es ja nicht immer übertreiben.

5:00pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyW_uxbY
  
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September 26, 2012

Rote Beete & Kürbis aus dem Ofen

Ich habe das große Glück, in einem wunderschönen Büro zu sitzen mit den besten Bürogenossen der Welt, aber keine Sonne ohne Wolken, kein Licht ohne Schatten: Dafür verrottet alles in meinem Kühlschrank. Bin ja nur noch abends zuhause und da bin ich froh, wenn ich es schaffe, mir mal eine Stulle zu schmieren. 

Die frische, rohe rote Beete vom Markt schien genauso den Weg alles Irdischen gehen zu müssen, doch nein! Halt! Stopp! In einem meiner liebsten deutschen Foodblogs hatte ich doch ein Rezept mit roter Beete gesehen. Es sah leicht aus, idiotensicher gar und hübsch auch. Das wollte ich essen! Dann vegetierte noch ein einsamer Kürbis bei mir rum. Na passt doch auch! Am Ende haben wir uns natürlich nicht an das Rezept gehalten, aber es war eine fantastische Inspiration.

Das ganze Gemüse wurde erstmal in kleine, kleine Stücke geschnitten. Hübsch muss es nicht sein, aber klein. Beide Gemüsesorten sind nicht gerade dafür bekannt, die einfachsten zu sein, was Zerkleinerbarkeit angeht, aber hej, no pain, no gain! Nur aufgepasst mit den Klamotten bei der roten Beete – das geht nicht so einfach raus (manche sagen auch: nie wieder). Der Kürbis kann seine Schale behalten, nur gut abwaschen und die komischen Fasern innendrin entfernen. Die Kürbiskerne rauspulen oder rauswaschen und trocknen. Perfect nibble. Die Rote Beete gut abwaschen und dann nochmal schälen – da ist für gewöhnlich extrem viel Erde dran.

Wenn alles klein ist, mit Olivenöl und Zitrone anmachen, Meersalz, Pfeffer kann auch nicht schaden und dazu kommt noch eine gute Portion frischer Thymian (Rosmarin kann ich mir auch sehr gut vorstellen!). Ich bin ein wenig neidisch, dass der Thymian von A. um einiges besser aussieht als meiner (vier ärmliche Zweige… Aber ich hege und pflege sie stolz, wir haben nämlich großes vor!). 

Ab in eine Auflaufform, Feta drüberkrümeln, bei 200°C so eine halbe Stunde backen. Fertig! Wir haben es einfach so gegessen, es macht aber bestimmt auch als Beilage gut was her. Sehr lecker!

Das nächste Mal würde ich aber noch etwas rumexperimentieren, vielleicht noch mein geräuchertes Maldon Sea Salt zum Würzen nehmen, Chili und Knoblauch oder so kann ich mir auch gut vorstellen. Oder das Gemüse vielleicht mit Orangensaft anmachen statt mit Zitrone. Kann alles. Ob man muss ist die Frage. Jedenfalls: Glasklare Empfehlung!

5:54pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyU7JXC8
  
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Mai 17, 2012
Die Limo gab es - mit Sprudel aufgefüllt - zu diesen hübschen und sehr, sehr leckeren veganen (!) Törtchen meiner lieben Freundin T. zum pre-sommerlichen Limo-statt-Kaffee-und-Törtchen am Samstagnachmittag. Bitte, bitte, rück das Rezept heraus! :)

Die Limo gab es - mit Sprudel aufgefüllt - zu diesen hübschen und sehr, sehr leckeren veganen (!) Törtchen meiner lieben Freundin T. zum pre-sommerlichen Limo-statt-Kaffee-und-Törtchen am Samstagnachmittag. Bitte, bitte, rück das Rezept heraus! :)

2:46pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyLeWxqo
  
Abgelegt unter: süßes Backen vegan 
April 24, 2012
Gestern gab es endlich wieder Mikrowellenkuchen! Leider hatte A. keinen Kakao mehr – aber wir haben in der Küche noch Eiskaffeepulvermischung gefunden. War echt gut, weil das gab dem Kuchen noch eine leckere Kaffeenote, nur hätte ich dann die Zuckermenge etwas verringern müssen, aber hey, ein kleiner Zuckerschock am Morgen kann ja nicht schaden, oder?

Gestern gab es endlich wieder Mikrowellenkuchen! Leider hatte A. keinen Kakao mehr – aber wir haben in der Küche noch Eiskaffeepulvermischung gefunden. War echt gut, weil das gab dem Kuchen noch eine leckere Kaffeenote, nur hätte ich dann die Zuckermenge etwas verringern müssen, aber hey, ein kleiner Zuckerschock am Morgen kann ja nicht schaden, oder?

10:34am  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyKDuXgz
  
Abgelegt unter: Backen kuchen süßes 
März 21, 2012

Ich hatte hier schon mal einen Mikrowellenkuchen, aber der hier ist NOCH einfacher, großes Indianerehrenwort.

Das Rezept war der Renner auf Pinterest vor ein paar Wochen. Pinterest? Ja, Pinterest. Der neueste heiße Social Media-Scheiss. Oder auch nicht. Auf jeden Fall ganz groß bei Hausfrauen und Hipstern. Coole Mischung, oder? Follow me here.

So, Rezept, kommt von einem amerikanischen Blog, wo es ganz schöne Bilder vom Kuchen gibt und der Kuchen auch seinen wundervollen Namen bekommen hat:

Chocolate Mug of Sadness.

Toll, oder? Bei der Schreibe kann ich mir so richtig eine kleine dicke lustige Foodbloggerin vorstellen. In die Richtung geht’s ja mit mir auch…

Egal, Rezept, das wollte meine liebe A. gestern haben, das will meine Mama haben und wenn ihr das mal ausprobiert, werdet ihr mich auch dafür lieben, also here we go:

4 Esslöffel Mehl

4 Esslöffel Zucker

3 Esslöffel Nutella

3 Esslöffel Milch

3 Esslöffel Neutrales Pflanzenöl

3 Esslöffel (am besten ungesüßter) Kakao

1 Ei

In einer GROSSEN Tasse mixen. Ja, in genau der, in der ihr morgens euren ersten Kaffee trinkt um menschliche Gestalt anzunehmen. Ab in die Mikrowelle. Bei 900 Watt reichen 2 Minuten. Sonst irgendwas zwischen 1.5 und 3 Minuten abhängig von Mikrowellenleistung und Tassengröße. Raus. Heiß genießen. Weitere Ideen wären: Nach Hälfte der «Back-»zeit einen Löffel Erdnussbutter oder eine Rumkugel (oder irgendeine leckere Praline) in die Tasse flutschen lassen. Oder ein paar Bananenscheiben, das meinte A. gestern und ich finde, es ist eine famose Idee. Ein bisschen Schlagsahne schadet ja auch nie. Alles geht. Ich glaube auch, dass der Kuchen auch ohne Nutella sehr gut funktioniert. Aber mit wird er definitiv saftiger. Und so übersüß wie man denken mag, ist der Kuchen gar nicht. Wirklich nicht! Sondern eine rundum gute Sache für Faul- und alle anderen Pelze. Trust me. Die perfekte Medizin gegen Bauchschmerzen, schlechte Laune, Frustration, Regenwetter, Sonnenwetter, ach, gegen eine ganze Menge. 

Foodielove over + out.

Februar 18, 2012

NEVERMIND BANANABREAD, HERE COMES CHESTNUTBREAD!

Mein französischer Mitbewohner ist ausgezogen, hat aber ein paar Nahrungsmittel im Kühlschrank vergessen - unter anderem französische «Crème de Marrons», ja genau die hier. Damit wollte ich ja schon immer mal was machen. Heute dachte ich mir, bevor das Zeug verschimmelt und ich es wegschmeißen muss, verbrauche ich es doch lieber. Aber wie?

Na, erstmal direkt vom Löffel naschen. Woah! senden meine Geschmacksknospen an mein Hirn und dann zurück durch den ganzen Körper. Zucker + Maronen macht ja auch nur Sinn (siehe «Marrons Glacé», besonders in Kombi mit diesem Käse hier, ein Tipp des besten Tapasladens Barcelonas, Quimet i Quimet. Die haben leider keine Seite, aber lasst es euch gesagt sein: Wer in Bcn ist, sollte dahin gehen. Ferran Adrià tut es auch), ich hätte einen ganzen Tag lang dieser leckere Crème (oder noch besser: KREM) auf Brot schmieren können und wäre glücklich gewesen. ABER das wäre ja zu einfach gewesen. Und zu viel des Süßen.

Also, was tun?

Das Internet haute mir mehrere völlig unterschiedliche Rezepte für das französische Weihnachtsdessert «bûche de noel» aus, ein paar Rezepte für «Mont Blanc», aber ich hatte Lust einen richtigen Kuchen zu backen. Schließlich habe ich back home in Bln, wo es ja in zehn (!!!) Tagen hingeht, keinen Backofen mehr. Und tief in meinem Inneren hatte ich schon im Kopf, was es werden sollte: Chestnutbread!

Ich schätze mal, jeder kennt Bananabread, diesen leckeren saftigen Bananenkuchen. Ich hab mir gedacht, hey, das geht bestimmt auch mit dieser leckeren Pampe. Und siehe da: JA! ES GEHT! Ich habe mir bei Chefkoch.de irgendein Rezept für Bananabread rausgesucht als ungefähre Richtungsanweisung (eins ohne Natron, was aber irrelevant war, weil ich Backpulver gefunden habe) und daraufhin improvisiert. Ich war zu faul, einkaufen zu gehen, aber mit ein bisschen Mut zur Variation hatte ich auch eigentlich alles wichtige für den Teig da: Mehl, Ei, Kastanienkrem statt Banane, Milch, Backpulver, ein bisschen Zucker (Kastanienkrem besteht schon selbst fast nur aus Zucker) und ein Fingerchen Salz. Eigentlich hätte ich noch neutrales Öl gebraucht, aber ich habe es einfach mit Butter ersetzt und davon reichlich. Ich denke mal, mit Sonnenblumenöl und Apfelmus als Ei-Ersatz kann man den Kuchen auch sehr leicht und sehr lecker vegan backen, übrigens.

Problem war nur: Eine Waage hatte ich nicht und einen Messbecher habe ich auch nicht gefunden. War aber auch egal, ging alles auch so aus dem Handgelenk raus. Jetzt folgen deswegen nur ungefähre Angaben:

plusminus 300 g. Mehl

plusminus 240 ml Milch

ein bisschen weniger als eine Dose «Crème de Marrons»

Ein bisschen Zucker (kann man auch knicken. Braucht der Kuchen nicht)

Ein Ei

Butter (keine Ahnung wieviel. Bestimmt so 80 bis 100 g waren es am Schluss. Viel zu viel. Aber hat jetzt nicht gestört. Und besser vorher schmelzen - habe ich beim ersten Stück, was ich in den Teig geschmissen habe, doch glatt vergessen)

Eine halbe Fingernagelspitze Salz

Wenn vorhanden: Vanillearoma oder noch besser Vanilleschote (kann man aber auch knicken, «Crème de Marrons» ist oft selbst schon aromatisiert. Ich hab nur auf der Suche nach anderen Dingen Vanilleextrakt gefunden)

Massen an Schokotropfen! MASSEN! 

Mandelkrokant! Lass es fließen!

Mehl, Maronenkrem, Ei, Butter, Salz und Zucker (UNNÖTIG!) mischen, Milch dazugeben, einen hübschen glatten Teig daraus rühren. Am besten jetzt schon das ganze andere feine Zeug (Vanille, Schokotropfen, Krokant) reingeben, bei mir kamen die aus verschiedenen Gründen erst hinein, als der Teig schon in seiner Form ruhte und das erleichtert die Arbeit weniger. Geht aber auch. Bei mittlerer Hitze backen, bis beim Reinstechen mit einem Holzstäbchen kein Teig mehr hängenbleibt. Fertig.

Ich wollte mich an die Backangabe von dem Bananabread-Rezept halten, aber habe verpeilt, dass ich ja eine ganz flache Backform habe und deswegen bestimmt KEINE Stunde backen muss. Deswegen ist der Kuchen oben verbrannt. Macht aber nichts. Gar nichts. Weil er trotzdem eine Offenbarung ist! JAWOLL!