Februar 10, 2014

Ceviche, kapiche?

Ich liebe ja Fisch, deswegen macht es auch nur Sinn, dass ich derzeit auf einer Insel lebe. Und weil ich ja ein sehr fauler Mensch bin, mag ich schnelle und einfache Gerichte. Der südamerikanische Fischsalat Ceviche ist da genau das richtige für mich – und meine Lieblingsvariante für Wintermonate macht nicht nur süchtig, sondern ist knallvoll mit lauter guten Sachen und schmeckt nach Sommer.

Aber meine Liebe zu Ceviche hätte wohl nie so absurde Ausmasse angenommen, wenn ich nicht in Berlin vom Lieblingsfischladen Glut+Späne in der Markthalle IX in Kreuzberg inspiriert worden wäre. Die tollen Leute dort bieten jeden Donnerstag und derzeit sogar auf der Berlinale die beste Ceviche der Stadt, inspiriert von der südamerikanischen Tante eines guten Freundes.

Aber, wenn es mal nicht Berlinale ist und nicht Donnerstag und ihr auf dem trockenen sitzt, könnt ihr ja mal meine Lieblingsceviche ausprobieren.

Dazu braucht ihr ganz, ganz frisches rohes Lachsfilet und gekochte (oder auch ganz, ganz frische rohe) Garnelen, Orangen, Limetten, einen halben Bund Koriander, Frühlingszwiebel, ein paar feste Kirschtomaten und eventuell, wenn ihr Lust drauf habt, ein wenig Chili.

Erstmal das Gemüse vorbereiten: Frühlingszwiebel in hauchdünne Ringe schneiden, Tomätchen würfeln, Koriander kleinhäckseln, ein wenig von der Chili atomisieren. Halbe Orange entsaften und halbe (oder ganze) Limette. Wieviel Saft ihr braucht, hängt ganz von der Menge des Fisches ab – im Zweifelsfall erstmal mehr. Vielleicht etwas Zucker an die Citrusmischung, um den Geschmack auszubalancieren. Ideal wäre Agavensirup, weil der sich natürlich perfekt mischt, es geht aber auch Maplesirup oder Honig. Das Meeresgetier abspülen, trockentupfen und in kleine Würfel schneiden, mit dem Rest vermischen. Kaltstellen und durchziehen lassen.

Zitrussäfte und Fischeiweiss gehen nämlich jetzt eine magische Verbindung ein. In dessen Verlauf kommt es zu einer Denaturierung des Eiweisses – so ähnlich passiert das auch beim Kochen. Der Fisch ist also quasi »gekocht«, ohne jemals mit Hitze in Berührung gekommen zu sein. Deswegen aber frischer Fisch und deswegen unbedingt kaltstellen bis zum Verzehr, denn Salmonellen und andere eklige Sachen (Bakterien, Würmer) werden durch diese »Koch«methode nicht ausgerottet.

Traditionell wurde Ceviche etwa drei Stunden kaltgestellt, bis der Fisch ganz und gar »durchgekocht« war, hier lassen wir den Salat aber nur kurz ziehen, ganz und gar abhängig davon, ob ihr den Fisch eher in roher Konsistenz, ein bisschen wie Sashimi, wollt oder eher durchgekochter. Zwischen 3 Minuten und einer halben Stunde ist alles drin.

Die Marinade nimmt in der Zwischenzeit durch das Eiweiss eine weissliche Farbe an und heisst dann »leche de pantera« oder »Tigermilk« und soll magische Kräfte haben. Ich meine, es schmeckt einfach nur sehr, sehr gut.

Also, dann, ceviche, kapiche?

9:39pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUy170oehC
  
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Januar 20, 2014

STEAK, STEAK, BABY

Bei mir um’s Eck gibt es eine recht bekannte Hipster-Metzgerei. Ja, das habe ich gerade wirklich geschrieben, denn anders kann ich es nicht bezeichnen. Doch bei Flock & Herd gibt’s nicht nur Attitüde, sondern auch wirklich hervorragendes Fleisch. Und wenn ich mir schon mal ein Steak in die Pfanne haue, dann sollte es wohl besser auch ein gutes sein, findet ihr nicht auch?

Also bin ich eines morgens, nachdem ich seit Ewigkeiten kein Fleisch gegessen hatte, zumindest kein ordentliches, rübergelaufen und habe mich beraten lassen. Ja, das ist die Sorte Metzgerei, wo man noch beraten wird. Und so bekam ich mein wunderschönes Stück Rumpsteak, dass ich am selbigen Abend noch verschlang wie eine Verhungerte (war ich auch).

Wie man ein gutes Steak macht muss ich euch doch nicht mehr erzählen? Scharf anbraten, fest in Alufolie einpacken und zwischen 8 und fünfzehn Minuten backen. Wie ihr seht, bei mir fiel diesmal alles kürzer aus, weil das Fleisch ziemlicher Wahnsinn war und ich es so einfach und natürlich haben wollte, wie es nur ging. Eine einzige Regel bitte ich euch noch zu beachten: Nie vorher salzen, immer nur danach. Salz entwässert und wir wollen doch ein saftiges Steak!

Was hier aber die Hauptrolle spielt, ist der Salat: Junge Spinatblätter, mit Frühlingszwiebel angebratene Champignonviertel, Avocado, Parmesan, hausgemachte Croûtons und ein Dressing zum Niederknien. 

Weil ich jedes Molekül des Rinds ausnutzen wollte (und vor allem weil ich irre faul bin), wurden die Pilze und gehackte Frühlingszwiebel in der selben Pfanne angebraten wie das Fleisch, ebenso die Croûtons, bzw. gerade bei denen ist es am wichtigsten, damit sie etwas Geschmack abkriegen.

Lasst uns aber über die wichtigste Nebenrolle sprechen: Das Dressing. Wahrscheinlich kennt ihr ja mittlerweile Tahini, wenigstens vom Hummus, wo er neben Kichererbsen die Hauptrolle spielt. Aber Tahini kann so viel mehr! So kommt die Sesampaste beispielsweise verdammt gut mit Sojasauce, insbesondere Tamari (stark konzentrierter, japanischer Sojasaucenvariante, glutenfrei, TheKitchn weiß mehr) klar. Und das Dressing wiederum gehört zu den allerbesten Salatsaucen, die man sich vorstellen kann. Meine Variante zu diesem Steak: Ein Esslöffel Tahini, etwas zitrusiges (ich habe das hier benutzt, aber Zitrone, oder noch eleganter: Orange, wäre mega!), dann vorsichtig Sojasauce dazutropfen und dauernd abschmecken, sonst wird das ganze zu salzig! Das ganze ist etwas schwierig zu vermischen, deswegen hilft auch etwas lauwarmes Wasser. Schlussendlich braucht ihr noch eine leicht süssliche Komponente, ideal wäre Ahorn- oder Agavensirup, aber ich hatte beides nicht da und habe mir mit etwas braunem Zucker beholfen (daher auch lauwarmes Wasser, damit sich der Zucker auflöst). Aber bloss nicht zu viel Zucker! Wir reden hier von einem viertel, maximal halben gestrichenem Teelöffel, nicht mehr. Alles gut mischen und tadaa, ein ungewöhnliches, aber auch ungewöhnlich vielseitiges Salatdressing ist geboren. Und was ist mit dem Öl, fragt ihr mich? Na, das übernimmt das Sesamdressing. Wenn ihr es euch richtig geben wollt, könnt ihr auch noch etwas vom Fleischsaft reintropfen, weil ihr mittlerweile euer leckeres Steak aus dem Ofen genommen und in Streifen geschnitten habt. Fertig! 

Ich bin natürlich vor allem gigantischer Fan von Steak Frites, aber ehrlich gesagt, diese Kombination hat mein Weltbild in der Hinsicht ins Wanken gebracht…

PS: Ich habe an der Farbe vom Fleisch nichts gedreht, im Gegenteil, ich habe den Kontrast beim Bearbeiten runtergefahren, das Fleisch war wirklich so hinreissend wunderschön pink…

2:23pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUy14tNK_G
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April 19, 2013
Einmal Salad to Go, bitte!
Ich leide unter einem chronischen Defizit an Tupperware. Gleichzeitig aber an einer leichten Form des Messitums, wenn es um das Sammeln von Einmachgläsern geht. Fast jedes, und sei es noch so klein, wird ausgewaschen und wiederverwendet. Für Kräuter, für selbstgemachte Pasten, für Pesto und für hausgemachte Limo.
Oder eben für den leckeren Salat to go. Ich bin ja morgens immer zu faul, mir etwas vorzubereiten, aber den Salat, den hab sogar ich hingekriegt: Eine Frühlingszwiebel, eine Selleriestange und zwei Handvoll Babyspinat abwaschen und nach Bedarf schnippeln (natürlich nicht den Babyspinat). Walnüssestückchen dazu, zwei Sorten Sesam ebenfalls rein, zuschrauben.
Warum keine Tomaten oder andere fruchtig-saftige Leckereien? Es liegt hier am Wörtchen «saftig». Ich bin eine kleine Prinzessin und ich will nicht, dass irgendwas matschig wird. Das mag ich nicht. Nein. Und bei einem grünen Blattsalat könnte das in der Kombination mit Tomaten eben leider allzu leicht passieren.
Aus dem gleichen Grund kommt auch das Dressing bei mir nicht schon vorher rein. Ein ganz kleines Einmachglas hilft dafür, dass sich fest zugeschraubt auch bombig in der Tasche hält. Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer rein, zuschrauben, schütteln, fertig. Sollte es bis mittags nicht mehr homogen sein, einfach wieder schütteln.
Wenn ihr dann Hunger habt, Salatglas aufschrauben, Dressingglas aufschreiben, Sauce reinkippen, Salatglas zuschrauben und schütteln! Anschließend mit einer mitgebrachten Picknickgabel glücklich Salat mampfen. Wem so ein grüner Salat nicht nahrhaft genug ist, der kann das gleiche Prinzip mit Couscoussalat umsetzen. Da würde ich sogar auch Tomatenwürfel gleich vermischt mit reingeben. Da kann man auch das Dressing – wenn man gut durchgezogenen Matschcouscous mag wie ich – auch schon mit dem Couscous mischen. Trotzdem würde ich frischen Salat dann drüber stapeln und erst beim Essen ein bisschen umrühren.
Funfact: An dem Tag, an dem ich mir diesen feinen Salat vorbereitet habe, bin ich doch gar nicht ins Büro gefahren. Fail.

Einmal Salad to Go, bitte!

Ich leide unter einem chronischen Defizit an Tupperware. Gleichzeitig aber an einer leichten Form des Messitums, wenn es um das Sammeln von Einmachgläsern geht. Fast jedes, und sei es noch so klein, wird ausgewaschen und wiederverwendet. Für Kräuter, für selbstgemachte Pasten, für Pesto und für hausgemachte Limo.

Oder eben für den leckeren Salat to go. Ich bin ja morgens immer zu faul, mir etwas vorzubereiten, aber den Salat, den hab sogar ich hingekriegt: Eine Frühlingszwiebel, eine Selleriestange und zwei Handvoll Babyspinat abwaschen und nach Bedarf schnippeln (natürlich nicht den Babyspinat). Walnüssestückchen dazu, zwei Sorten Sesam ebenfalls rein, zuschrauben.

Warum keine Tomaten oder andere fruchtig-saftige Leckereien? Es liegt hier am Wörtchen «saftig». Ich bin eine kleine Prinzessin und ich will nicht, dass irgendwas matschig wird. Das mag ich nicht. Nein. Und bei einem grünen Blattsalat könnte das in der Kombination mit Tomaten eben leider allzu leicht passieren.

Aus dem gleichen Grund kommt auch das Dressing bei mir nicht schon vorher rein. Ein ganz kleines Einmachglas hilft dafür, dass sich fest zugeschraubt auch bombig in der Tasche hält. Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer rein, zuschrauben, schütteln, fertig. Sollte es bis mittags nicht mehr homogen sein, einfach wieder schütteln.

Wenn ihr dann Hunger habt, Salatglas aufschrauben, Dressingglas aufschreiben, Sauce reinkippen, Salatglas zuschrauben und schütteln! Anschließend mit einer mitgebrachten Picknickgabel glücklich Salat mampfen. Wem so ein grüner Salat nicht nahrhaft genug ist, der kann das gleiche Prinzip mit Couscoussalat umsetzen. Da würde ich sogar auch Tomatenwürfel gleich vermischt mit reingeben. Da kann man auch das Dressing – wenn man gut durchgezogenen Matschcouscous mag wie ich – auch schon mit dem Couscous mischen. Trotzdem würde ich frischen Salat dann drüber stapeln und erst beim Essen ein bisschen umrühren.

Funfact: An dem Tag, an dem ich mir diesen feinen Salat vorbereitet habe, bin ich doch gar nicht ins Büro gefahren. Fail.

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April 17, 2013
Käseplatte of Love
 Manchmal hat man ja eindeutig abends keine Lust mehr, groß zu kochen. Zum Beispiel, nachdem man am Sonntag mit dem favourite human being eine Fahrradtour zur Pfaueninsel gemacht hat (lohnt sich übrigens sehr). Wenn man aber unbedingt zuhause essen will und es trotzdem fancy haben will, was kann da eine Lösung sein? Natürlich, eine Käseplatte!
So am Sonntag. Wir hatten jeder noch einen feinen Käse zuhause, haben uns für den Rest im Supermarkt im Ostbahnhof eingedeckt und ab gings: Ein Alpenbergkäse, ein Ziegenfrischkäse, Cheddar und eine Art gefüllter Camembert, gefüllt allerdings mit feiner Trüffel-Käse-Paste. Dazu gab es noch Oliven, Maiskölbchen, zwei Sorten Baguette, Hummus, eine hausgemachte und eine noch übriggebliebene, gekaufte Paste und einen Salat mit Sprossen und Nüsschen.
Natürlich kann man einwenden, dass so ein Dinner a deux schon recht teuer wird. Aber auch nicht teurer, als einmal essen zu gehen, wenn man sich denn gegen einen Döner entscheidet. Zwar war der Tatort nicht sehr appetitlich, aber in den Sekunden habe ich dann eben mein schön belegtes Stück Baguette hypnotisiert. 
Das perfekte sommerliche Abendessen – und auch für Abende mit Freunden sehr zu empfehlen. Die Vorbereitungszeit sinkt auf ein Minimum, der Spaß hält lange an. Was will man mehr?

Übrigens: Verzeiht die schlechte Fotoqualität, es war schon dunkel und sowieso und überhaupt.

Käseplatte of Love

 Manchmal hat man ja eindeutig abends keine Lust mehr, groß zu kochen. Zum Beispiel, nachdem man am Sonntag mit dem favourite human being eine Fahrradtour zur Pfaueninsel gemacht hat (lohnt sich übrigens sehr). Wenn man aber unbedingt zuhause essen will und es trotzdem fancy haben will, was kann da eine Lösung sein? Natürlich, eine Käseplatte!

So am Sonntag. Wir hatten jeder noch einen feinen Käse zuhause, haben uns für den Rest im Supermarkt im Ostbahnhof eingedeckt und ab gings: Ein Alpenbergkäse, ein Ziegenfrischkäse, Cheddar und eine Art gefüllter Camembert, gefüllt allerdings mit feiner Trüffel-Käse-Paste. Dazu gab es noch Oliven, Maiskölbchen, zwei Sorten Baguette, Hummus, eine hausgemachte und eine noch übriggebliebene, gekaufte Paste und einen Salat mit Sprossen und Nüsschen.

Natürlich kann man einwenden, dass so ein Dinner a deux schon recht teuer wird. Aber auch nicht teurer, als einmal essen zu gehen, wenn man sich denn gegen einen Döner entscheidet. Zwar war der Tatort nicht sehr appetitlich, aber in den Sekunden habe ich dann eben mein schön belegtes Stück Baguette hypnotisiert. 

Das perfekte sommerliche Abendessen – und auch für Abende mit Freunden sehr zu empfehlen. Die Vorbereitungszeit sinkt auf ein Minimum, der Spaß hält lange an. Was will man mehr?

Übrigens: Verzeiht die schlechte Fotoqualität, es war schon dunkel und sowieso und überhaupt.

März 30, 2013
Vitamin C goes High-Society: Orangensalat mit Pistazienöl und Chili
Eigentlich gehe ich aus Prinzip nicht im Discounter Lidl einkaufen. Das hat viele Gründe, zu viele, um sie jetzt bei diesem schnellen Post aufzuzählen, aber manchmal kann ich mich dem nicht erwehren. Meistens, wenn an Feiertagen alles im Rewe im Bahnhof ausverkauft ist. Oder auch, weil es bei Lidl zu Feiertagen ganz annehmbare Upscale-Lebensmittel zu kleinem Preis gibt. Deswegen war ich vor kurzem wieder da, weil ich Safran- und Trüffelbutter bunkern wollte. Kurz vor der Kasse stieß ich aber auf etwas noch besseres: Pistazienkernöl! Also Kids, rennt zum Lidl und besorgt euch ein Fläschchen davon, es lohnt sich.
Ihr könnt nämlich damit diesen feinen Vorspeisensalat zubereiten. Die Zutaten? Absolut simpel: Orangenfilets oder ganz faul auch einfach geschält und in Scheiben geschnitten (Filets machen mehr her. Das Weiße schmeckt einfach nach nichts, aber seien wir realistisch: Filetieren nervt). Großzügig beträufeln mit Pistazienöl und würzen mit reichlich Chiliflocken und/oder Chilifäden, Fleur de Sel und ein paar Rosmarinzweige zur Garnierung drübersprenkeln. Macht viel her und ist im Handumdrehen fertig! Falls ihr also noch keine Idee habt, wie ihr eure Familie zu Ostern am Tisch beeindrucken wollt, das ist eure Chance.
Geruhsame Feiertage euch!

Vitamin C goes High-Society: Orangensalat mit Pistazienöl und Chili

Eigentlich gehe ich aus Prinzip nicht im Discounter Lidl einkaufen. Das hat viele Gründe, zu viele, um sie jetzt bei diesem schnellen Post aufzuzählen, aber manchmal kann ich mich dem nicht erwehren. Meistens, wenn an Feiertagen alles im Rewe im Bahnhof ausverkauft ist. Oder auch, weil es bei Lidl zu Feiertagen ganz annehmbare Upscale-Lebensmittel zu kleinem Preis gibt. Deswegen war ich vor kurzem wieder da, weil ich Safran- und Trüffelbutter bunkern wollte. Kurz vor der Kasse stieß ich aber auf etwas noch besseres: Pistazienkernöl! Also Kids, rennt zum Lidl und besorgt euch ein Fläschchen davon, es lohnt sich.

Ihr könnt nämlich damit diesen feinen Vorspeisensalat zubereiten. Die Zutaten? Absolut simpel: Orangenfilets oder ganz faul auch einfach geschält und in Scheiben geschnitten (Filets machen mehr her. Das Weiße schmeckt einfach nach nichts, aber seien wir realistisch: Filetieren nervt). Großzügig beträufeln mit Pistazienöl und würzen mit reichlich Chiliflocken und/oder Chilifäden, Fleur de Sel und ein paar Rosmarinzweige zur Garnierung drübersprenkeln. Macht viel her und ist im Handumdrehen fertig! Falls ihr also noch keine Idee habt, wie ihr eure Familie zu Ostern am Tisch beeindrucken wollt, das ist eure Chance.

Geruhsame Feiertage euch!

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Oktober 31, 2012

Lost in Lichtenberg: Pelmeni, Smetana und Abenteuer im russischen Supermarkt

Huh! Da bin ich wieder! Ich war mal wieder ein paar Tage lost in der Twilightzone (Arbeit, krank, der übliche Kram), aber jetzt bin ich wieder da! Und ich hab’ eine Abenteuergeschichte im Ärmel: Gestern musste ich nach Lichtenberg um einen vermaleideten Brief abzuholen, der wurde nämlich mit einem privaten Postdienst verschickt, der natürlich nicht irgendwo um die Ecke ein kleines Ladengeschäft unterhält, nein, ich musste nach deep down dirty Lichtenberg und den Brief zwischen Plattenbautentristesse abholen. Und was war es? Mein Bachelor-Abschlusszeugnis. Na danke dafür. Sehr festlich, diese Übergabe. Anyway, ich hatte kein Brot und nebenan war ein Supermarkt – kaum war ich drin, realisierte ich, dass es ein russischer Supermarkt war. Statt Fertigpizza gab es gefühlte 200 Sorten Pelmeni und Wareniki, statt Milka ein fünf Meter langes Regal mit russischen Süssigkeiten, lebende Fische, getrocknete Sprotten, eine beeindruckende Auswahl von Schweinefleischspezialitäten und eine Menge Zeug, das ich nicht identifizieren konnte. Super! Am allerbeeindruckendsten - und gleichzeitig auch angsteinflößendsten – war allerdings eine gläserne Kalaschnikow, gefüllt mit Vodka. No shit, schaut euch das Foto oben an!

Meinen Plan, mich zum Abendessen mit einer leichten, fancy Pastakreation zu verwöhnen, verwarf ich ganz schnell. Leider fand ich keine mit Sauerkraut und Pilzen gefüllten Teigtaschen, dafür aber Puten-Pelmeni (sie heißen «Nuf-Nuf»). Auch wenn auf der Verpackung aus irgendeinem Grund drei dicke, glückliche Schweinchen zu sehen sind, ist da kein Schweinefleisch drin. Wowza, sonst nicht so leicht in diesem Supermarkt! Dazu musste dann natürlich auch noch ein Becher Smetana (nein, nicht der Komponist) mitkommen, das ist sozusagen die russische Antwort auf Schmand. Mhh. 

Das Kochen war denkbar einfach: Wasser aufkochen, ganze Packung halbaufgetauter Teigtaschen ins kochende Wasser. Warten bis sie oben schwimmen, ab diesem Moment noch fünf bis sieben Minuten kochen lassen, fertig. Abgießen, mit Schmand übergießen (oder Butter mit gebräunten Zwiebeln), Salz (bei mir geräuchertes Maldon Sea Salt - ein bisschen fancy muss sein) und Pfeffer drüber, fertig. Als nicht ganz so mächtiger Kontrapunkt habe ich mir noch einen kleinen Salat dazu gemacht mit Pflücksalat (so junge Salatblättchen), Selleriestange, Paprikawürfelchen und einem Dressing mit Honig-Balsamico. Hat gut gepasst, zusammen, zum Wetter und so generell! Also, auf zum nächsten russischen Supermarkt!

Oktober 23, 2012

Abendessen für Prinzessinen: Pflücksalat mit Feigen, Ziegenkäse & Bündner Fleisch

Jaja, vor ein paar Tagen (Wochen?) fast genau diesen Salat schon mal gehabt, aber eben nur FAST! HAH! Außerdem will ich eigentlich NUR unterstreichen, was für eine UNGLAUBLICH GUTE KOMBINATION Ziegenkäse & Feigen ergeben. Gehören einfach zusammen, habe ich in Spanien gelernt! Außerdem gibt es gerade überall in allen Supermärkten Feigen – in Südeuropa ist schließlich Erntezeit bzw. fast schon wieder vorbei, also auf die Feigen mit Gebrüll, solange es sie noch gibt!

Lustigerweise, so sehr ich frische Feigen liebe, sind getrocknete Feigen für mich auf jeden Fall Anwärter auf einen Ehrenplatz in meiner persönlichen Ekelfood-Top-10. IERKS, einfach furchtbar. Komisch, oder?

Dieser Salat jedenfalls rettete mich durch eine hungrige Nacht, wo ich lange im Büro war, noch auf Konzert in die Volksbühne hüpfte und keine Lust mehr auf gar nix hatte. Puh. Ende Gelände. Aber im Kühlschrank erwartete mich noch lauter Leckereien, die von einem Shoppingtrip in die Delikatessen-Abteilung im Kaufhof am Alexanderplatz stammten. Die Feinkost-Abteilung da ist quasi das Ost-Pendant zur Feinkost-Abteilung des KaDeWe. Nur eben vor meiner Haustür. Und im Erdgeschoss. Warum bin ich da vorher nie einkaufen gewesen? Ich weiß es nicht. Aber jetzt war ich jedenfalls da und da sind lauter unglaublich tolle Sachen mitgekommen, von denen ich noch erzählen werde. Unter anderem jedenfalls der tolle Ziegenkäse, der oben zu sehen ist, und Schweizer Bündnerfleisch, das ist hauchdünn aufgeschnittenes, luftgetrocknetes Rindfleisch. Absolut fettfrei und so so so so so so lecker. Passt gut zu Feigen, dachte ich mir. Und Feigen passen gut zu Ziegenkäse. Passt also alles gut zusammen zu Pflücksalat?

OH JA. Der Pflücksalat war nicht mehr ganz so, aber immer noch recht frisch, Rucola war drin und Babyspinat und junger Radicchio glaub ich auch und bestimmt noch irgendwas. Dressing war gutes Olivenöl, schwarzer Balsamico, sehr großer Senf, Salz & Pfeffer. Dazu gab es getoastetes Weißbrot mit dem leckersten Frischkäse, den ich jemals im Supermarkt (!) gekauft habe: Président Rondelé mit Walnuss. Superlecker. Nur sehr klein die Packung und weniger drin, als es von außen aussieht. Typischer Nahrungsmittelindustrie-Nepp (C’mon! Ich würde euch auch kaufen, wenn die Packung einfach nur realistisch groß/klein wäre! Sogar noch lieber!).

Aber, zurück zum Thema: Die Kombination funktioniert. Tadellos. Und ab und an gibt es eben Situationen, da müssen Prinzessinnen im Bett zu Abendbrot essen und dabei einfach alles kombinieren, was gut und teuer aussieht. Es funktioniert :)

6:19pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyVqlD5-
  
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Oktober 12, 2012
Erinnerungen an den Sommer: Vorspeisensalat mit Feige, Ziegenkäse & Honig-Senf-Dressing
Letzte Woche habe ich bei A. (er hat einen Backofen!) für zwei meiner allerliebsten Lieblingsmenschen gekocht. Und siehe da: Plötzlich hat man einen sogenannten «Pärchenabend» verbracht und es nicht mal gemerkt! Schreck! Aber nein, dazu sind wir noch albern genug, dass die Horrorvorstellungen in meinem Kopf nicht wahr werden. Haha.
Aber zum Essen: Ich habe ein 3-Gänge-Menü kreiert, das ich euch Stück für Stück vorstellen werde. Eigentlich nur zwei Gänge davon, weil der dritte kam aus dem Karton: Schande über mich, aber die Lava Cakes von Dr. Oetker sind wahnsinnig lecker! Naja, 3-Gänge-Menü und kreiert klingen jetzt ganz schön hochtrabend. So ganz so war es nicht. Aber es waren 3-Gänge. Immerhin!
Vor- und Hauptspeise waren aber komplett selbstgemacht. Naja. Der Salat kam auf der Tüte. Aber das lohnt sich einfach mehr, als drei verschiedene Salatköpfe zu kaufen und sie danach im Kühlschrank vergammeln zu lassen. Ich hatte eine Mischung aus Endivien, Frisée und Feldsalat oder so ähnlich, gut machen sich für diesen Salat aber auch Rucola und Babyspinat und Feldsalat. Einfach nach Lust und Laune und Angebot gucken. Dazu zwei oder drei Feigen achteln, eine Ziegenkäserolle in dünne Scheibchen schneiden und alles hübsch in der Salatschale arrangieren. 
Das Dressing hat A. gemacht, aber drin waren: Gutes (!) Olivenöl, dickflüssiger, alter Balsamico, Akazienhonig & Dijonsenf. Abgerundet wurde das ganze mit schwarzem Pfeffer und Maldon Sea Salt. 
Feige & Ziegenkäse: Einfach füreinander gemacht. Noch so ein Lieblingspärchen!

Erinnerungen an den Sommer: Vorspeisensalat mit Feige, Ziegenkäse & Honig-Senf-Dressing

Letzte Woche habe ich bei A. (er hat einen Backofen!) für zwei meiner allerliebsten Lieblingsmenschen gekocht. Und siehe da: Plötzlich hat man einen sogenannten «Pärchenabend» verbracht und es nicht mal gemerkt! Schreck! Aber nein, dazu sind wir noch albern genug, dass die Horrorvorstellungen in meinem Kopf nicht wahr werden. Haha.

Aber zum Essen: Ich habe ein 3-Gänge-Menü kreiert, das ich euch Stück für Stück vorstellen werde. Eigentlich nur zwei Gänge davon, weil der dritte kam aus dem Karton: Schande über mich, aber die Lava Cakes von Dr. Oetker sind wahnsinnig lecker! Naja, 3-Gänge-Menü und kreiert klingen jetzt ganz schön hochtrabend. So ganz so war es nicht. Aber es waren 3-Gänge. Immerhin!

Vor- und Hauptspeise waren aber komplett selbstgemacht. Naja. Der Salat kam auf der Tüte. Aber das lohnt sich einfach mehr, als drei verschiedene Salatköpfe zu kaufen und sie danach im Kühlschrank vergammeln zu lassen. Ich hatte eine Mischung aus Endivien, Frisée und Feldsalat oder so ähnlich, gut machen sich für diesen Salat aber auch Rucola und Babyspinat und Feldsalat. Einfach nach Lust und Laune und Angebot gucken. Dazu zwei oder drei Feigen achteln, eine Ziegenkäserolle in dünne Scheibchen schneiden und alles hübsch in der Salatschale arrangieren. 

Das Dressing hat A. gemacht, aber drin waren: Gutes (!) Olivenöl, dickflüssiger, alter Balsamico, Akazienhonig & Dijonsenf. Abgerundet wurde das ganze mit schwarzem Pfeffer und Maldon Sea Salt

Feige & Ziegenkäse: Einfach füreinander gemacht. Noch so ein Lieblingspärchen!

9:28am  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyV7_umW
  
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September 23, 2012

Sommersalat mit Nektarine, Gojibeere & Merguez


Ach, schon wieder ist er weg, dieser Sommer. Und ich habe gefühlt gar nichts davon mitbekommen! Aber immerhin hatte ich mehrmals leckere Salate mit reifen, saftigen Nektarinen - für mich dieses Jahr das absolute Sommeressen. Junger Salat und süße Nektarine. Killer! Jetzt hat der Herbst ganz ganz offiziell begonnen, aber vielleicht findet man auf dem Markt oder im Supermarkt noch der letzten leckeren Überreste des Sommers, ihr wisst schon, Gemüse und Obst, das einmal im Jahr nach etwas schmeckt…

Hier war, wie man sehen kann, einfach alles, alles drin. Feldsalat, Nektarinen, Avocados, Ziegengouda, rohe Zucchini, Kirschtomaten, Gojibeeren - total gesund und schmeckt wahnsinnig gut! Der Salat quillt quasi über vor Vitaminen (insbesondere Vitamin C - es kommt doch die Schnupfenzeit) und all dem anderen seltsamen Kram, den der Körper braucht.

Dazu habe ich allerdings - nicht ganz so gesund, aber hej - noch zwei scharfe Merguez-Würste in die Pfanne geschmissen, die harmonieren nämlich besonders gut mit dem Salat. Die starke Würze und Schärfe von Harissa und die fruchtige Süße von Tomaten und Nektarinen – perfection!

3:57pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyTwbBNA
  
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September 5, 2012

Fusion-Pastasalat

Ehrlich gesagt ist dieser Sommersalat aus der Not heraus entstanden – ich hatte einfach fast nichts mehr im Kühlschrank? Drin sind: Pasta (Biopenne), Süsskartoffelwürfel (schälen, würfeln & in Salzwasser kochen, geht schneller als erst kochen und dann würfeln), Chilitofu (Sezuan Tofu aus dem Asiashop, scharf anbraten ohne Fett – die sind nämlich schon in Chiliöl eingelegt) und Feldsalat. Dressing aus Sojasauce, Sesamöl und vielleicht einen Hauch Zitrus oder weißen Essig, zum Schluss noch weißer und schwarzer Sesam dazu - unerwartet lecker, gesund und auch noch am nächsten Tag ein perfekter Lunch im Büro :)

Das Getränk zum Essen in der Mitte war übrigens echtes Ginger Beer aus England mit Minze. Old Jamaican kriegt man auch im Asiashop, übrigens. Ich glaube, Dose/50 cent oder so in dem Dreh. Mhh.

5:37pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUySpwzxb
  
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Juni 30, 2012

Pasta mit Petersilien-Pesto, Kräuterseitlinge und Weißkohl-Kohlrabi-Salat nach Ottolenghi


Mit diesem Beitrag habe ich lang getrödelt, schließlich ist es jetzt schon eine ganze Weile her, dass es dieses leckere Essen hier gab. Aber hey, besser spät als nie, oder? Der Vollständigkeit halber schon mal eingangs erwähnt: Mir wurde allerdings von diesem Festessen auch ziemlich schlecht, aber das war meine eigene Schuld. Ich sage euch: Lasst marktfrische Pilze nie nie nie zu lang in einer Plastiktüte schwitzen. UND: Esst keine Pilze, die nicht mehr schön aussehen. Seriously. Ich bin nachts nämlich umgekippt. Genau deswegen. ABER meine Schauergeschichte soll euch auf keinen Fall davon abhalten, mal was anderes zu essen als die immergleichen, geschmacksbefreiten Champignons. Es gibt so leckere Pilze da draußen! Die schmecken nach Wald und Sommer und Spaß! Nur bitte vorsichtig sein. Ein schlechter Pilz ist kein Spaß. Echt nicht.

Pasta mit Petersilienpesto

Petersilien waschen, putzen, im Mixer mit Walnüssen, vielvielviel Olivenöl, Salz, Pfeffer, ein bis zwei Hände voll Parmesan und Zitronensaft nach Geschmack mixen. Ein bisschen abgeriebene Schale einer Biozitrone macht sich auch gut. Fertig! Tagliatelle kochen, einen großen Klecks Pesto darauf, fertig!

Kräuterseitlinge

A. isst keine Pilze, ich aber schon und das auch begeistert. Deswegen gab es die Kräuterseitlinge nur für mich (und deswegen bin auch nur ich nachts noch umgekippt, aber naja, siehe oben). Die Pilze habe ich kurz mit Küchenpapier abgerieben (es gibt auch extra Bürsten nur zum Pilze putzen…), damit keine Erde oder sowas mehr dran ist. Warum nicht waschen? Pilze soll man nicht waschen, weil sie sich sonst mit Wasser vollsaugen und dann schwammig werden und nach nichts mehr schmecken.

In die Pfanne, in etwas Olivenöl und Butter anbraten, ein bisschen gehackte Petersilie dazu. Petersilie und Pilze sind eigentlich IMMER ein unschlagbares Team! Eine fitzelklein gehackte Knoblauchzehe ist meistens auch eine gute Idee, aber ich wollte die Kräuterseitlinge so pur wie nur möglich. Braten, bis es duftet, die Pilze werden wahrscheinlich vielviel kleiner, zur Pasta essen.

Weißkohl-Kohlrabi-Salat

Das Rezept hatte es A. ganz schön angetan. Deswegen hat er es auch zubereitet. Problem: Er als eher so ANTI-Fan von Knoblauch hat eine ganze und noch dazu recht große zerdrückte Knoblauchzehe ins den Salat gegeben. Und das war sogar für mich schon zuviel. Außerdem gehören eigentlich getrocknete Sauerkirschen ins Rezept. Wir wollten Cranberries und/oder Goji-Beeren nehmen, haben aber beides vergessen. Lecker war’s aber trotzdem, hier unsere adaptierte Version. Mit weniger Plan und mehr Bauchgefühl. Wer das genauere Rezept haben will, muss bei Ottolenghi selbst nachgucken!*

Kohlrabi in kleine Stäbchen schneiden, Weißkohl in Streifen schneiden oder hobeln (A. hat beides mit der Küchenraspel ganz klein geraspelt, war auch gut!). Beides mit einem grob gehackten Bund Dill, abgeriebener Schale einer Biozitrone, deren Saft, Olivenöl, der zerhackten / zerdrückten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer (Ottolenghi verlangt weißen. Hatte ich nicht. Mag ich auch nicht sooo gern. Ich nehme fast immer schwarzen!) verkneten. UND ZWAR MIT DEN HANDEN! Nur mit den Händen kann man alles richtig gut durchmischen und verkneten. True story. Außerdem, als Kinder wolltet ihr doch auch immer mit Essen spielen? Jetzt könnt ihr das auch gut verargumentieren. Go for it. Macht Spaß. Und Sinn.

Etwa zehn Minuten ziehen lassen, dann die Hälfte einer Packung Alfafa-Sprossen (gibt’s in jedem größeren Supermarkt gleich vorne im Kühlregal bei den abgepackten Salaten, zB bei Rewe, Kaiser’s, etc.) drunter mischen, und zwar wieder mit den Händen. Abschmecken. Was fehlt? Vielleicht noch Salz und Pfeffer? Mehr oder weniger Zitrone? 

Dann umfüllen in eine Servierschüssel (und zum dritten Mal in dem kleinen Rezept verlangt Ottolenghi, dass man seine Hände benutzt. Ja, ist gut jetzt!), Flüssigkeit größtenteils in der anderen Schüssel zurücklassen, mit der anderen Hälfte der Sprossen garnieren, Tada!

*Im deutschen Kochbuch sorgt Zitronensaft für Säure. In englischen Versionen des Rezepts, die ihr im Internet finden könnt, kommt «Apple Cider Vinegar» zum Einsatz. Ich würde bei Zitrone bleiben, aber wer’s anders ausprobiert, kann mir ja Bescheid geben!

5:46pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyOQWU7j
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Juni 27, 2012

Salatparty


Da hatte ich den Salat. Also den Coleslaw (ja, das war ein ganz schlechter, und nein, ich lösche ihn nicht). Da kam noch aus den übrigen PetersilienMASSEN und den perfekt-reifen Avocados aus dem RIESENEINKAUF vom Maybachufer ein grüner Couscous-Salat dazu und schon hatte ich mehr Essen, als ich drei Tage lang essen kann. Lösung? 

http://www.youtube.com/watch?v=4aDKhcsJNJA

FREUNDE EINLADEN! Mme. T. und C. kamen dann auch spontan zum Essen. Und mit einem großen Fladenbrot, einem dritten Salat und ein wenig gebratenem Sezuan-Tofu (gepresster Tofu mit Chili!) waren auch alle mehr als nur satt. In fact, es blieb immer noch genug Essen für die nächsten Tage*.

Grüner Kräutercouscous

Couscous machen: Instantcouscous mit Salz und Olivenöl in eine Schüssel. Gleiche Menge kochendes Wasser aufgießen. Abdecken und quellen lassen. Olivenöl oder Butter rein und nochmal auflockern. Petersilie und Rucola putzen und hacken, vermischen, Avocado würfeln, auch rein, Salz, Pfeffer und ein Dressing aus Olivenöl und Limette oder Zitrone dazu, ein bisschen abgeriebene Zitronenschale (wie immer: nur von der Biozitrone!) kann auch nicht schaden, durchziehen lassen. Vor dem Servieren haben wir dann doch noch ein wenig Kirschtomaten drüber geschnitten. 

Aber da passt noch jedes andere Kraut und Gemüse rein. Das waren nur die Gegebenheiten bei mir. War lecker. Sehr.

* Die Salat-Reste gab es ja dann zum Chicken Tikka.

5:55pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyOD-Zwx
Abgelegt unter: Salat vegetarisch vegan 
Juni 24, 2012

Chicken Tikka


Faul am Wochenende? Chicken Tikka ist schnell gemacht. Und ist eines der Gerichte, die meinen Kochwahn in Gang gesetzt haben. Ja, wirklich wahr! Früher konnte ich kaum kochen, Pasta mit Thunfisch und das nicht mal gut. Aber hey, man kommt nicht als Chef auf die Welt, oder? Sehr geholfen haben mir Videos von Jamie Oliver - und das mag vielleicht auch erklären, warum ich so ein Fan von dem Guten bin. In einem Video macht er «Quick Salmon Tikka» und das Rezept adaptiere ich je nach Gusto und Vorratsschrank. Ob Fisch, Hühnchen oder Tofu, you name it, Tikkapaste passt zu allem! Die gibt es je nach Geschmack in mild und schärfer, aber aufgepasst, schon mild ist um einiges schärfer als der mitteleuropäische Durchschnittsgaumen gewohnt ist! Man kriegt die in Asia-Märkten im Indienregal. Keinen in der Nähe oder keine Lust, die Wohnung zu verlassen? Ihr braucht keine schlechten Pasten im Supermarkt zu kaufen, ihr könnt auch einfach im Internet bestellen - KLICK.

Rezept: Zwei Hühnchenbrüste klein schneiden, mit zwei großen Löffeln Tikkapaste einschmieren. Das geht am besten mit den Händen! Dann einfach ohne Öl in die Pfanne schmeißen, ist Paste selbst ölig genug! Fleisch braten wie gehabt, fertig! Ein bisschen Naturjoghurt oder Joghurt mit Gurkenstückchen und Knoblauch (call it Mastokhiar, Tzatziki oder Raita, ganz egal…) macht sich gut daneben und beruhigt auch den brennenden Gaumen. Vielleicht noch ein paar Stücke Pitabrot oder so, fertig. Ich habe es mit Salat vom Vortag gegessen. Manchmal arrangiere ich das Tikka allerdings auch auf Kartoffelpü, aber für den Sommer ist das nichts.

Tikka früher:

Garnelentikka! Gemüsetikkacurrybastard! Lachstikka!

4:56pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyO0pN6a
  
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Juni 22, 2012

WASSSSSSSSSABIIIIIIIIIIIIII Coleslaw

A. und ich haben meine Bachelorarbeit mit lecker Essen in F’hain gefeiert. Neben dem unfassbar guten Texmex-Food haben wir uns auch Wasabi Coleslaw bestellt. Und ich dachte direkt beim ersten Gäbelchen «YUMMI! Aber das kann ich auch!». 

Gesagt, getan (wenn auch ein paar Tage später…). Und es war soooo einfach! Weißkohl in Streifen schneiden, Dressing einfach aus Mayo (ich hab’ Miracel Whip benutzt) und generös (aber nicht ZU generös!!!) Wasabipaste aus dem Asia Shop rühren und alles miteinander mischen. FERTIG. 

Aber wirklich aufgepasst, Wasabipaste zwiebelt, wie A. so schön sagt. Aber so richtig. Die Schärfe zieht sich in die Nase und brennt sich den Weg frei. Vorsicht ist geboten!

Wasabi Coleslaw Improkitchen Facebook

Juni 5, 2012
überhaupt nicht aufregend, aber ich freu mich über das foto, ein GANZ schnelles mittagessen: tomatemozzarella (muss in einem wort. MUSS!). so schön! so einfach! so lecker!

überhaupt nicht aufregend, aber ich freu mich über das foto, ein GANZ schnelles mittagessen: tomatemozzarella (muss in einem wort. MUSS!). so schön! so einfach! so lecker!

2:58pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyMoRrl4
  
Abgelegt unter: salat