Sticky, savoury, Fressperiment-y: Dönercupcakes!
Schon wieder so lang weg, puh. Aber bitte nicht böse sein, ich lag krank im Bett und konnte nicht viel machen außer Schlafen und Hühnersuppe essen. Daher blieb dieses Rezept noch ungeschrieben – BIS JETZT!
Verrückt nannten mich meine Freunde – und sie hatten Recht. Aber von Anfang an: Wie viele Leser vielleicht wissen, habe ich vor einigen Wochen im Supermarkt einen Frischkäse mit «Dönergeschmack» von Exquisa entdeckt. Verrückte Sache und ich schwankte zwischen Faszination und Ekel. Nach einigen Kommentaren und Ermunterungen aus Lesercommunity und Freundeskreis habe ich Exquisa angeschrieben und sie waren so nett, mir nicht nur eine, sondern gleich drei Packungen des Frischkäses zu schicken. An dieser Stelle nochmal: DANKE!
Und da saß ich nun. Eine erste Kostprobe zeigte: 1. Wider Erwarten keine E-Stoffe drin. Wow. 2. Da ist ja echtes Fleisch drin! 3. Schmeckt wie «mit Extra-Scharf und Knoblauchsauce!». 4. Ist in rauen Mengen nicht unbedingt mein Ding. Aber, 5., bei weitem nicht so schlimm wie zuvor ausgemalt.
Aber da saß ich nun. Was macht mit so viel, eh, gewöhnungsbedürftigem Frischkäse? Auf der Packung war ja ein Rezeptvorschlag, aber den fand ich relativ langweilig: Man könne aus dem Frischkäse mit Joghurt eine Sauce für home-made Döner verschlagen. Naja. Da fällt mir doch was besseres ein.
Und in mir reifte diese Idee, die einfach umgesetzt werden musste: DÖNER-CUPCAKES! Der Weg, um das beste/schlimmste aus zwei Welten zusammenzubringen und mein komplettes soziales Umfeld in Angst und Schrecken zu versetzen :)
Basis für die Cupcakes war dieses Rezept für Frischkäse-Muffins. Ich finde die Idee mit der gerieben Zucchini drin super, sorgt für Biss und Saftigkeit. Allerdings denke ich, dass wenn man nicht gerade einen stark gewürzten Frischkäse wie den Dönerfrischkäse benutzt, lieber um einiges mehr Salz und Gewürze in den Teig geben sollte. Ich habe auch etwas mehr Petersilie (aus dem Tiefkühlfach) in den Teig gegeben als nur einen 3/4-Teelöffel, die Zuckermenge leicht reduziert (etwa anderthalb EL statt zwei) und dafür etwas mehr Frischkäse in den Teig gehauen.
Den Teig habe ich zuhause gebastelt, habe dann alles in das extra für dieses Rezept (!) mir neu zugelegte Muffinbackblech gehauen und bin zu A. spaziert – ich habe ja keinen Backofen.
Dann wurden die kleinen Küchlein im Gasofen etwa 15 Minuten gebacken, bis sie aufgegangen sind. Nach dem Abkühlen habe ich sie mit etwas mehr Käse beschmiert, damit sie natürlich auch so aussehen wie Cupcakes, und mit einer Mini-Pepperoni garniert.
Auf diesen Schritt könnt ihr auch verzichten, wenn ihr nicht gerade eine Mutprobe aus eurem Backwerk machen wollt :)
Natürlich wollt ihr jetzt alle wissen, wie sie geschmeckt haben, die Cupcakes, oder? Ich muss euch enttäuschen: Sie waren wirklich lecker. Ich habe mindestens sechs selbst gegessen und muss sagen: Mist, sie sind mir wirklich sehr lecker geraten :)