New York-ish no bake (!) Chocolate-Strawberry-Basil-Cheesecake
Ich habe es wahrhaftig geschafft - ich habe dieses Rezept seit ENDE MAI verschleppt. Aber ich hatte auch meine Gründe (hüstel, hüstel) und «Rezept» ist hier auch übertrieben - ich habe experimentiert und Dinge zusammengeschmissen, in der Hoffnung, dass mein Plan funktioniert. Hat er. In punkto UNFASSBARER LECKER-NESS. Die Konsistenz allerdings… Naja.
Aber stopp, rewind, von vorne.
A. mag keinen Kuchen. Keine Torten. Gar nichts. Aber A. hatte Geburtstag. Da konnte er sich nicht wehren, er bekam eine Torte. Und er schleuderte nur so Begriffe wie «Schokolade», «Käsekuchen», «Eis», «weiß nicht» in den Raum. Damit konnte ich arbeiten. Also entstand in meinem Kopf dieser verrückte Plan, die ersten heimischen Erdbeeren der Saison (die, die endlich nicht mehr aus Gewächshäusern stammen!) mit obszönen Mengen Schokoladen-Frischkäse-Crème und Basilikum zu mischen.
Beginnen wir mit dem Boden: Ich habe dafür die ostdeutschen Kakaokekse «Othello» (Achtung, unmögliches Webdesign ahead) in der Küchenmaschine zerhäckselt. Beschreiben kann man sie ein bisschen mit… Hm… Vielleicht wie Leibnitz-Kekse mit Kakao einfach. Jedenfalls habe ich sie noch nie «drüben» bei meinen Eltern gesehen. Irgendwelche Kakao-Kekse werden’s schon tun. Oder eben Leibnitz, wenn man sich nicht die TOTALE SCHOKO-DOSIS geben will. Das zerhäckselte Keks-Mehl mit einem brocken weicher Butter (ich nehme ja generell lieber zu viel denn zu wenig, bei mir waren das mindestens 150 Gramm oder so) verkneten und in einer eingefetteten Springform verteilen und flachklopfen.
Jetzt an den eigentlichen Käsekuchen! Bei mir war es eine wilde Mischung aus drei Packungen Milka-Philadelphia, aber wenn es sonst noch einen Schokofrischkäse geben sollte - will do! Dann noch eine Packung Schmand und etwas Joghurt. Klug wäre gewesen: Magerquark, am besten etwas abgetropft. Warum ich nicht einfach ein Rezept für Philadelphia-Torte genutzt habe? Ganz einfach: Für fast jedes Rezept für Philadelphia-Torte wird Gelatine eingesetzt. Das wollte ich nicht - schließlich ist das Geburtstagskind ein Vegetarier! Wahrscheinlich kann man das irgendwie mit Agar-Agar ersetzen, aber da habe ich keine Erfahrungen. Jedenfalls kamen dann noch etwas Puderzucker und das Mark einer ganzen Vanilleschote in die Masse. Umrühren und in die Springform löffeln.
An dieser Stelle muss man sagen: Aufgepasst mit Springformen. Nicht, dass der Kuchen so schwer ist, dass er bei einem kurzen Transportgang - z. B. von Arbeitsfläche in den Kühlschrank - einfach herunterplumpst.
Das ist mir nämlich passiert.
Da lag er.
Dieser wunderschöne Kuchen.
Einfach so auf meinem Küchenboden.
FLATSCH.
Ich hab mich auf den Boden gesetzt, die Reste gegessen, meine Mama und meine liebe Freundin T. angerufen und ganz lang geweint.
Dann waren die Reste aufgegessen, ich bin einkaufen gegangen und habe von vorne angefangen - diesmal sogar noch besser: Diesmal habe ich einfach mehr Kekse klein gehäckselt und in den Teig gegeben. Das hatte was von Cookies & Cream und hat der Masse zusätzliche Stabilität gegeben.
Jetzt aber in den Kühlschrank damit!
Es fehlt noch das Fruchttopping: Einfach Erdbeeren putzen und mit Puderzucker im Mixer zu Fruchtsauce verarbeiten, den Kuchen nochmal kurz aus dem Kühlschrank nehmen und die Sauce darauf verteilen, zurück in den Kühlschrank oder sogar ins Tiefkühlfach und am besten über Nacht kühlen (bei uns waren es nur ein paar Stunden), vor dem Servieren mit Basilikumstreifen und ganzen Blättern garnieren, fertig!
Wenn der Kuchen durchgefroren sein sollte, am besten das Messer zum Anschneiden etwas anwärmen unter heißem Wasser. Bunte Geburtstagskerzen sind natürlich selbstverständlich. Guten Appetit!
PS: Sogar Geburtstagskind & Kuchenhasser A. hat ordentlich zugelangt :)
PPS: Es gibt keine anständigen Fotos vom Kuchen. Sorry. War zu lecker.
