Die Mutter aller Salate oder OBERSWAG
Gestern gab es anlässlich A.s Rückkehr die «Mutter aller Salate», wieder ein Panzanella/Brotsalat, aber diesmal in absoluter Luxusausführung (oder wie Zuschauer ausdrückten: oberswag!). Gestern hatte ich auch kein trockenes altes Brot, sondern habe das frische Brot gewürfelt (es war ein Ciabatta in quadratischer Riesenausführung aus dem REWE, das sich «Pane Bianco», also «Weißbrot» nannte………..), mit Olivenöl eingerieben und kurz im Backofen gebacken, bis es schön kross war. Etwa 20 Minuten bei niedriger Hitze.
Währenddessen habe ich viel, viel Gemüse kleingehackt: Eine dreiviertel kleine Zucchini (roh! Rohe Zucchini ist die coolere Gurke. Finde ich jedenfalls), eine Packung halbgetrockenete Tomaten, etwa 6 oder 7 eingelegte Pepperoni, eine große «Hass»-Avocado (sauteuer aber viel besser als die üblichen), etwa drei Handvoll Walnüsse, vielleicht auch mehr, und eine kleine Karotte. Bestimmt war noch irgendwas drin, aber ich kann mich gerade nicht erinnern… Zwei Mozarella-Kugeln mussten jedenfalls auch büßen und wurden zärtlich von mir zerpflückt. Dazu kam dann eine 100g Packung «Baby-Salat» oder so, das war junger Spinat, junger Irgendwas-Salat und junger Rucola und nochmal etwa 50g Feldsalat. Klar, man könnte auch irgendeinen einfach Salatkopf nehmen, aber das hat schon Sinn gemacht mit diesen Yuppie-Salaten aus der Packung, weil die sehr zart waren und perfekt zu diesem großen Mischmasch passten.
Alles kam in eine große Schüssel, um sich anzufreunden und in einen Austausch der Geschmacksnoten zu treten. Dann habe ich eine Tomate gerieben (ja, gerieben. Aber pürieren geht auch), die krossen Brotwürfel aus dem Ofen genommen und mit dem Tomatenmatsch eingerieben. Abkühlen lassen, zum Salat geben. Dressing habe ich aus Olivenöl, Chili-Olivenöl, Balsamico, Salz, Pfeffer, Saure Sahne und Dijon-Senf (Maße nach Gefühl) in einem Marmeladenglas geschüttelt (so wird eine Salatsauce am schnellsten und effektivsten homogen). Drüber, verrühren, kurz ziehen lassen und servieren. Praktisch daran: Das Brot ist ja schon drin. Man braucht keine Beilagen und alle waren glücklich.
Übrigens war das ein Essen für drei, aber es blieb noch etwa genau eine Portion übrig. Da ich auch noch ein bisschen Gemüse über hatte und etwas weniger als die Hälfte des Brotlaibs, lässt sich das easy für 5, 6 Gäste machen. Und die sind danach satt. Versprochen.
Und lecker ist es vor allem auch! Wir waren jedenfalls glücklich damit. SEHR.