Juni 11, 2014

Erbsenzählen & Salat

Ich habe den leichten Verdacht, dass Erbsen hier um einiges beliebter sind als bei uns. Schliesslich geht Fish&Chips nicht ohne Mushy Peas und auch sonst gibt es überall Erbsen. Britannia, die Insel der Erbsenzähler? Das ist doch eigentlich eine deutsche Spezialität?

So oder so, Erbsen sind eigentlich ganz schön toll. Ich muss zugeben, die letzten Jahre habe ich sie irgendwie vernachlässigt und war nicht gerade heiss darauf, Erbsen zu essen. Vielleicht war ich geschädigt durch Erbsen aus der Dose, die irgendwie nur nach eines schmecken: Alt. Aber die riesigen Tüten gefrorene Erbsen im Supermarkt haben mich doch verlockt, und damn, ich kriege nicht genug. Jedenfalls nicht, wenn sie so lecker frisch und knackig rüberkommen wie in diesem Salat, wo ich sie nur ein paar Augenblicke koche, bis sie gerade nicht mehr gefroren sind und noch knackig oder auch, wie der Hobbykoch so sagt, al dente.

Der Salat ist derzeit mein absoluter Favorit und ist inspiriert von dem großartigen Karottensalat, den ich just vorstellte. Passt herrlich zum Frühling und Sommer und Essen auf der Terrasse. Oder Balkon. Oder auch nur in der Küche, mit dem Laptop vor mir, der irgendeine alte Tatort-Folge rausplärrt. Ich geb’s ja zu!

Tiefgefrorene Erbsen ganz kurz aufkochen, bis sie gerade durch sind, aber noch knackig. Mit eiskaltem Wasser abschrecken – sie sollen ja so hübsch knallgrün und knackig bleiben. Je eine Handvoll (und evtl. ein bisschen mehr) Petersilie und Minze hacken. Eine viertel bis halbe rote Zwiebel auch und Feta nach Geschmack. Abgekühlte Erbsen und alles gehackte Gekröse in eine Schüssel schmeissen und vermischen.

Jetzt geht’s an das Dressing: In einem Töpfchen/Pfännchen Harissa, Za’tar und ein bis zwei gepresste Knoblauchzehen mit Olivenöl erhitzen, bis alles gut duftet, sofort mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen und zum Salat geben. Alles miteinander vermischen, kurz durchziehen lassen, aufessen.

Der Salat mach sich alleine gut als leichtes Abendbrot (ALLES FÜR MICH ALLEIN! ICH TEILE NICHT!), aber auch als Beilage zu allem möglichen. Besonders englisch hier oben, zu chips und Würstchen. Ich habe mich so englisch gefühlt, ich hätte am liebsten direkt eine Sun gekauft und mich im Pub besoffen. Oder auch nicht.

(Die Würstchen da oben sind vegetarisch und ich muss sogar als Omnivore und passionierter Rindswoschtesser sagen: Die sind der Wahnsinn. Trotz ihres eher suboptimalen Aussehens. Können die mich bitte mal sponsern? Und nach Deutschland exportieren? BITTE?)

10:00am  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUy1IOckfl
  
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Mai 29, 2014

Orange sehen, oder: Karottensalat à la pseudo-marocaine

Werde ich erwachsen, wenn ich einen Abend unter Freunden mit Dinner und guten Gesprächen einer Clubnacht vorziehe? Oder einfach nur spießig? Oder beides? Oder liegt es an den Clubs, nach Kippenberger »Sind die Discos so doof wie ich glaube, oder bin ich der Doofe«? Wahrscheinlich ist das so eine Henne-Ei-Problematik, irgendwie. Oder es hängt alles mit allem zusammen und vor allem mit der Finanzkrise, weil irgendwie alles mit der Finanzkrise zusammenhängt.

Anyway, Karottensalat. Als wir mitten im grössten Hausarbeitsstress waren, lud er zu einem netten Abend mit hausgemachter Tagine ein. Ich wollte keinen Wein mitbringen, den ich selbst eh nicht trinke, also besann ich mich eher auf einen passenden Salat. Irgendwo in meinem Kopf spukte die Idee von einem nordafrikanisch inspiriertem Karottensalat herum. Kurze Google-Suche später landete ich bei Smitten Kitchen, sowieso immer eine gute Adresse, wenn man was tolles kochen will. Oder auch nur prokrastinieren will. Oder lachen. Ist wohl nicht ohne Grund einer der wahrscheinlich bekanntesten Foodblogs überhaupt. Jedenfalls, dieses Rezept, es war genau das was ich suchte. Fast. Es diente nur als Grundlage, weil ich änderte es hier und da noch ein bisschen. Und das solltet ihr auch tun. Es lohnt sich.

Ein Königreich für eine Küchenmaschine

Das nervige kommt zu allererst: Möhrchen reiben. Und weil ich kein Küchengerät besitze, dass sowas automatisch erledigt, mache ich das von Hand. Mit einer Küchenreibe, wie sie wohl jeder von Ikea hat. Dass jedes mal ein Stücken Finger dran glauben muss – geschenkt. Das kommt davon, wenn man ein Kilo (oder sogar mehr) Möhrchen verarbeiten muss. Aber ich liebe diesen Salat mittlerweile so sehr, ich nehme das in Kauf (apropos Kauf, vielleicht sollte ich auch einfach mal den Kauf eines Küchengeräts in Betracht ziehen?). Schälen braucht ihr die Möhren nicht, nur waschen, oben und unten ein Stückchen abschneiden und los geht’s. Wenn ihr genug gerieben habt, kommt das hacken dran: Jeweils einen großen Haufen Minze und Petersilie (ich finde: man kann nicht genug davon reinmachen) und ein paar Stängel Frühlingszwiebel kleinhacken. Zu den Möhrchen geben. Dann eine, oder auch zwei, Handvoll getrocknete Aprikosen in Würfelchen schneiden, ebenfalls dazu. Falls ihr mögt, auch kleingeschnittene Walnuss. Zuletzt bröselt ihr Feta, am liebsten von der Ziege, dazu. Alles vermischen!

Riechen ist auch irgendwie kochen

Das besondere an diesem Salat ist das warme Dressing. Das für mich zu entdecken war wirklich eine Bereicherung. Lebensqualität gesteigert und so. Revelation! So. Genug geschwärmt, zu den harten Fakten jetzt: Ihr braucht ein bis zwei Knoblauchzehen, geschält, Harissa, ein bisschen Paprikapulver, am besten ausnahmsweise mal nicht geräuchertes Pimentón, auch wenn das sonst immer, immer habe ich gesagt!, vorzuziehen ist, ein paar Kümmelsamen, evtl. ein wenig Cuminpulver (hatte ich nicht), ein wenig Zucker und etwa ein Teelöffel Harissa, eine maghrebinische Chilipaste. Lasst euch das nicht für teuer andrehen, müsste es in jedem türkischen/arabischen Laden für ziemlich wenig Geld geben. Aber aufgepasst, das Zeug ist wirklich scharf – aber dafür auch wirklich lecker. Das alles kommt in ein kleines Töpfchen, die Knoblauchzehe natürlich nicht ganz, sondern durchgepresst*. Dazu Olivenöl, alles verrühren und langsam erhitzen, bis alles gut duftet. Sofort vom Feuer nehmen und den Saft von einer halben bis ganzen Zitrone reinrühren. Wenn ihr smart wart, habt ihr die Zitrone vorher ausgepresst. Alles auf den Salat kippen und sehr gut verrühren. Ziehen lassen, mit zu einer Party nehmen und der Star sein. Bitte, gern geschehen!

*Ich habe jahrelang keine Knoblauchpresse besessen, weil ich immer der Überzeugung war, dass Knoblauch geschnitten gehört und Pressen doof sind. Davon bin ich etwas abgekommen – für solche Rezepte ist selbst allerkleinst geschnittener Knoblauch nicht fein genug, die eher matschige Konsistenz und der etwas andere Geschmack, den durchgepresste Knoblauchzehen haben, ist hier erwünscht.

**Dieses Rezept ist so fantastisch, ich habe es in einer Woche dreimal gemacht. Wirklich, es gehört jetzt offiziell zu meinen Lieblingsgerichten und ich esse es dauernd. DAUERND.

10:00am  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUy1HCkGP4
  
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Mai 19, 2014
Nur ein kurzer Zwischenruf: Pizza ist auch ohne Tomatensauce, aber mit Knoblauch-Kräuterbutter-Belag, Frühlingszwiebeln, Feta und Trauben gut. Probiert es aus, es ist super!
PS: Der Pizzaboden war ein Knoblauchbrot aus dem Supermarkt, ich geb’s ja zu. Ain’t nobody got time for Teigmaking, echt jetzt. Zumindest nicht unter der Woche :)

Nur ein kurzer Zwischenruf: Pizza ist auch ohne Tomatensauce, aber mit Knoblauch-Kräuterbutter-Belag, Frühlingszwiebeln, Feta und Trauben gut. Probiert es aus, es ist super!

PS: Der Pizzaboden war ein Knoblauchbrot aus dem Supermarkt, ich geb’s ja zu. Ain’t nobody got time for Teigmaking, echt jetzt. Zumindest nicht unter der Woche :)

1:00pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUy1GIBPFw
  
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Juni 10, 2013
Fastfood Yummz: Schwabeninvasion in der Küche
Eigentlich wollte ich dieses Rezept nicht posten, weil ich darauf warte, dass die bessere Hälfte mir sein Rezept aufschreibt, er hat es nämlich «erfunden» und bereitet es in der Deluxe-Variante zu. Aber bis dahin poste ich doch die versimpelte Version, die man schnell zusammenschütten kann, auch wenn man kaum Lust hat zu kochen. 
Spätzle oder Knöpfle aus dem Supermarkt kochen, wenn sie gar sind, abschütten. Butter und/oder Zwiebelschme/alz in einer Pfanne auslassen, darin die Spätzle mit abgetropften Sauerkraut schön anbraten. Würzen mit etwas Salz, Pfeffer, Muskatnuss, vielleicht noch (Kreuz)Kümmel. Idealerweise habt ihr noch etwas Gouda oder Edamer zur Hand, reibt den Käse und schüttet ihn mit rein. Hmm, schön zerlaufen? Dann ab ins Schüsselchen und mit Schmand oder Joghurt servieren. Ein bisschen geräuchertes Paprikapulver darauf, done.
Noch zwei Nachträge:
1. Schmeckt auch richtig gut mit Schupfnudeln!
2. Schmeckt am allerbesten aber komplett selbstgemacht. Und dazu folgt hoffentlich noch im Laufe der nächsten Monate ein Gastbeitrag vom Lieblingsmenschen. Juhuu!
3. Ist mein Le Creuset-Minitöpchen nicht schön? Ich habe irre viel Glück gehabt und zwei davon ganz billig geschossen. Juhuu! Bald hoffentlich dann Souffle-Rezepte daraus. Versprochen! 

Fastfood Yummz: Schwabeninvasion in der Küche

Eigentlich wollte ich dieses Rezept nicht posten, weil ich darauf warte, dass die bessere Hälfte mir sein Rezept aufschreibt, er hat es nämlich «erfunden» und bereitet es in der Deluxe-Variante zu. Aber bis dahin poste ich doch die versimpelte Version, die man schnell zusammenschütten kann, auch wenn man kaum Lust hat zu kochen. 

Spätzle oder Knöpfle aus dem Supermarkt kochen, wenn sie gar sind, abschütten. Butter und/oder Zwiebelschme/alz in einer Pfanne auslassen, darin die Spätzle mit abgetropften Sauerkraut schön anbraten. Würzen mit etwas Salz, Pfeffer, Muskatnuss, vielleicht noch (Kreuz)Kümmel. Idealerweise habt ihr noch etwas Gouda oder Edamer zur Hand, reibt den Käse und schüttet ihn mit rein. Hmm, schön zerlaufen? Dann ab ins Schüsselchen und mit Schmand oder Joghurt servieren. Ein bisschen geräuchertes Paprikapulver darauf, done.

Noch zwei Nachträge:

1. Schmeckt auch richtig gut mit Schupfnudeln!

2. Schmeckt am allerbesten aber komplett selbstgemacht. Und dazu folgt hoffentlich noch im Laufe der nächsten Monate ein Gastbeitrag vom Lieblingsmenschen. Juhuu!

3. Ist mein Le Creuset-Minitöpchen nicht schön? Ich habe irre viel Glück gehabt und zwei davon ganz billig geschossen. Juhuu! Bald hoffentlich dann Souffle-Rezepte daraus. Versprochen! 

4:00pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyn0yFnc
  
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Juni 3, 2013

Breakfast-Sundae

Hallöchen! Weg war ich für eine ganze Weile – Arbeit, Bewerbungen und ich war laufend krank. Aber egal! Ich bin wieder da und ich habe so viel, dass ich mit euch teilen möchte. Vielleicht habt ihr ja in der Zwischenzeit die eine oder andere Folge Abendbrot gesehen? Wenn nicht, holt das schnell bei Mit Vergnügen nach!

Aber erstmal ein schneller Frühstücksrezept, das 

a) gut aussieht!

b) gesund ist!

c) schmeckt, als ob es irre ungesund sei!

d) generell der ideale Tagesstart ist.

Sowas gibt es? Oh yes. Und es ist irre einfach. Erst einmal braucht ihr dieses Rezept für die allerbeste Schokocrème aus nur zwei Zutaten: Bananen und ungesüsstes Kakaopulver. Hier habe ich zwei Bananen genommen und etwas anderthalb gehäufte Teelöffel Kakaopulver. Mehr wäre besser gewesen, ausserdem waren die Bananen nicht überreif genug. Das Geheimnis ist nämlich, dass bei überreifen Bananen aus einem mysteriösen Grund der Bananengeschmack in den Hintergrund tritt bei diesem Rezept. Aber nicht so schlimm, es war trotzdem lecker.

Die Hälfte kann man sich auf Bagel schmieren und mit Erdbeeren frühstücken, die andere Hälfte wird für den Sundae mit Naturjoghurt (oder Sojajoghurt oder Fruchtjoghurt oder oder oder…) in ein hübsches Glas geschichtet. Voilá, idiotensicher & gesund & hübsch & lecker!

Mai 4, 2013

Hallo Lieblingsgemüse! Salicornes, Ei & das beste Frühstück der Welt

Oh, ich habe es endlich gefunden, mein ab-so-lu-tes Lieblingsgemüse: Salicornes aka Queller aka Meeresspargel aka Passe Pierre. Was das ist? Eine Meeres-, oder vielmehr Wattpflanze. Salicornes sind eine der wenigen Landpflanzen (ich glaube, eine von zweien), die an versalzenen Stränden, de facto schon im Meer, wachsen. Fälschlich werden Salicornes jedoch oft als Algen verkauft. Sind sie aber gar nicht! Haben mit Algen in jeglicher Hinsicht ziemlich wenig zu tun, keine Angst also. 

Wie sie schmecken? Salzig, grün und knackig. Je älter sie sind, desto fischiger fand ich sie – wie die Portion, die ich oben verarbeitet habe. Am besten sind Salicornes ganz jung! Man kann sie roh unter den Salat mischen, blanchiert essen oder kurz schnell anbraten und als Beilage servieren, z.B. im Fisch. Oder unorthodox mit Fleisch, wie ich vor ein paar Tagen (Bilder & Rezept folgen!). Super machen sie sich auch mit Rührei zum Frühstück. Allerdings macht wahrscheinlich ein umgedrehtes Mengenverhältnis mehr Sinn, als hier bei mir. Also lieber mehr Ei, weniger Salicornes. Aber ich finde sie einfach so lecker!

Wo kriegt man das Gemüse? Am ehesten in der Metro oder beim Fischhändler. Derzeit gibt es sie beim Kaiser’s bei mir um die Ecke an der Fischtheke. Es ist ziemlich witzig, dass jedes Mal die Verkäuferin nachfragen muss, wenn ich «Salicornes» verlange, sie kennen das alle nicht. Deswegen wird es vielleicht auch nicht so richtig gelagert und schmeckte beim zweiten Einkauf etwas fischig? Na, ich möchte nichts unterstellen.

Zum Rezept: Pro mitessende Person zwei Eier mit Sahne oder Milch (bei mir Hafersahne, Laktose und so) aufschlagen. Diesmal ungesalzen, weil Salicornes von selbst salzig sind. Salicornes abspülen und putzen. Pro Person würde ich da eher eine Handvoll empfehlen, vielleicht sogar etwas zerkleinert. Ich habe aber 150 Gramm für MICH ALLEINE genommen. Wie gesagt, ich suchte das Zeug derzeit weg. Salicornes abtropfen und -tupfen. Ein kleines bisschen Olivenöl in der Pfanne auslassen (könnte man auch mit Butter kombinieren, macht nur Sinn. Ich hab gestern gefühlt ein Kilo Butter auf meine Brötchen geschmiert, das war ein bisschen viel.), Salicornes dazugeben und leicht sautieren. Dann das verquirlte Ei drüber geben und rühren, rühren, rühren. Sobald das Ei leicht (bis komplett) gestockt ist (je nach Frischgrad der Eier!), auf Lieblingsteller transferieren und verputzen. YAMM YAMM YAMM!

April 19, 2013
Einmal Salad to Go, bitte!
Ich leide unter einem chronischen Defizit an Tupperware. Gleichzeitig aber an einer leichten Form des Messitums, wenn es um das Sammeln von Einmachgläsern geht. Fast jedes, und sei es noch so klein, wird ausgewaschen und wiederverwendet. Für Kräuter, für selbstgemachte Pasten, für Pesto und für hausgemachte Limo.
Oder eben für den leckeren Salat to go. Ich bin ja morgens immer zu faul, mir etwas vorzubereiten, aber den Salat, den hab sogar ich hingekriegt: Eine Frühlingszwiebel, eine Selleriestange und zwei Handvoll Babyspinat abwaschen und nach Bedarf schnippeln (natürlich nicht den Babyspinat). Walnüssestückchen dazu, zwei Sorten Sesam ebenfalls rein, zuschrauben.
Warum keine Tomaten oder andere fruchtig-saftige Leckereien? Es liegt hier am Wörtchen «saftig». Ich bin eine kleine Prinzessin und ich will nicht, dass irgendwas matschig wird. Das mag ich nicht. Nein. Und bei einem grünen Blattsalat könnte das in der Kombination mit Tomaten eben leider allzu leicht passieren.
Aus dem gleichen Grund kommt auch das Dressing bei mir nicht schon vorher rein. Ein ganz kleines Einmachglas hilft dafür, dass sich fest zugeschraubt auch bombig in der Tasche hält. Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer rein, zuschrauben, schütteln, fertig. Sollte es bis mittags nicht mehr homogen sein, einfach wieder schütteln.
Wenn ihr dann Hunger habt, Salatglas aufschrauben, Dressingglas aufschreiben, Sauce reinkippen, Salatglas zuschrauben und schütteln! Anschließend mit einer mitgebrachten Picknickgabel glücklich Salat mampfen. Wem so ein grüner Salat nicht nahrhaft genug ist, der kann das gleiche Prinzip mit Couscoussalat umsetzen. Da würde ich sogar auch Tomatenwürfel gleich vermischt mit reingeben. Da kann man auch das Dressing – wenn man gut durchgezogenen Matschcouscous mag wie ich – auch schon mit dem Couscous mischen. Trotzdem würde ich frischen Salat dann drüber stapeln und erst beim Essen ein bisschen umrühren.
Funfact: An dem Tag, an dem ich mir diesen feinen Salat vorbereitet habe, bin ich doch gar nicht ins Büro gefahren. Fail.

Einmal Salad to Go, bitte!

Ich leide unter einem chronischen Defizit an Tupperware. Gleichzeitig aber an einer leichten Form des Messitums, wenn es um das Sammeln von Einmachgläsern geht. Fast jedes, und sei es noch so klein, wird ausgewaschen und wiederverwendet. Für Kräuter, für selbstgemachte Pasten, für Pesto und für hausgemachte Limo.

Oder eben für den leckeren Salat to go. Ich bin ja morgens immer zu faul, mir etwas vorzubereiten, aber den Salat, den hab sogar ich hingekriegt: Eine Frühlingszwiebel, eine Selleriestange und zwei Handvoll Babyspinat abwaschen und nach Bedarf schnippeln (natürlich nicht den Babyspinat). Walnüssestückchen dazu, zwei Sorten Sesam ebenfalls rein, zuschrauben.

Warum keine Tomaten oder andere fruchtig-saftige Leckereien? Es liegt hier am Wörtchen «saftig». Ich bin eine kleine Prinzessin und ich will nicht, dass irgendwas matschig wird. Das mag ich nicht. Nein. Und bei einem grünen Blattsalat könnte das in der Kombination mit Tomaten eben leider allzu leicht passieren.

Aus dem gleichen Grund kommt auch das Dressing bei mir nicht schon vorher rein. Ein ganz kleines Einmachglas hilft dafür, dass sich fest zugeschraubt auch bombig in der Tasche hält. Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer rein, zuschrauben, schütteln, fertig. Sollte es bis mittags nicht mehr homogen sein, einfach wieder schütteln.

Wenn ihr dann Hunger habt, Salatglas aufschrauben, Dressingglas aufschreiben, Sauce reinkippen, Salatglas zuschrauben und schütteln! Anschließend mit einer mitgebrachten Picknickgabel glücklich Salat mampfen. Wem so ein grüner Salat nicht nahrhaft genug ist, der kann das gleiche Prinzip mit Couscoussalat umsetzen. Da würde ich sogar auch Tomatenwürfel gleich vermischt mit reingeben. Da kann man auch das Dressing – wenn man gut durchgezogenen Matschcouscous mag wie ich – auch schon mit dem Couscous mischen. Trotzdem würde ich frischen Salat dann drüber stapeln und erst beim Essen ein bisschen umrühren.

Funfact: An dem Tag, an dem ich mir diesen feinen Salat vorbereitet habe, bin ich doch gar nicht ins Büro gefahren. Fail.

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April 17, 2013
Käseplatte of Love
 Manchmal hat man ja eindeutig abends keine Lust mehr, groß zu kochen. Zum Beispiel, nachdem man am Sonntag mit dem favourite human being eine Fahrradtour zur Pfaueninsel gemacht hat (lohnt sich übrigens sehr). Wenn man aber unbedingt zuhause essen will und es trotzdem fancy haben will, was kann da eine Lösung sein? Natürlich, eine Käseplatte!
So am Sonntag. Wir hatten jeder noch einen feinen Käse zuhause, haben uns für den Rest im Supermarkt im Ostbahnhof eingedeckt und ab gings: Ein Alpenbergkäse, ein Ziegenfrischkäse, Cheddar und eine Art gefüllter Camembert, gefüllt allerdings mit feiner Trüffel-Käse-Paste. Dazu gab es noch Oliven, Maiskölbchen, zwei Sorten Baguette, Hummus, eine hausgemachte und eine noch übriggebliebene, gekaufte Paste und einen Salat mit Sprossen und Nüsschen.
Natürlich kann man einwenden, dass so ein Dinner a deux schon recht teuer wird. Aber auch nicht teurer, als einmal essen zu gehen, wenn man sich denn gegen einen Döner entscheidet. Zwar war der Tatort nicht sehr appetitlich, aber in den Sekunden habe ich dann eben mein schön belegtes Stück Baguette hypnotisiert. 
Das perfekte sommerliche Abendessen – und auch für Abende mit Freunden sehr zu empfehlen. Die Vorbereitungszeit sinkt auf ein Minimum, der Spaß hält lange an. Was will man mehr?

Übrigens: Verzeiht die schlechte Fotoqualität, es war schon dunkel und sowieso und überhaupt.

Käseplatte of Love

 Manchmal hat man ja eindeutig abends keine Lust mehr, groß zu kochen. Zum Beispiel, nachdem man am Sonntag mit dem favourite human being eine Fahrradtour zur Pfaueninsel gemacht hat (lohnt sich übrigens sehr). Wenn man aber unbedingt zuhause essen will und es trotzdem fancy haben will, was kann da eine Lösung sein? Natürlich, eine Käseplatte!

So am Sonntag. Wir hatten jeder noch einen feinen Käse zuhause, haben uns für den Rest im Supermarkt im Ostbahnhof eingedeckt und ab gings: Ein Alpenbergkäse, ein Ziegenfrischkäse, Cheddar und eine Art gefüllter Camembert, gefüllt allerdings mit feiner Trüffel-Käse-Paste. Dazu gab es noch Oliven, Maiskölbchen, zwei Sorten Baguette, Hummus, eine hausgemachte und eine noch übriggebliebene, gekaufte Paste und einen Salat mit Sprossen und Nüsschen.

Natürlich kann man einwenden, dass so ein Dinner a deux schon recht teuer wird. Aber auch nicht teurer, als einmal essen zu gehen, wenn man sich denn gegen einen Döner entscheidet. Zwar war der Tatort nicht sehr appetitlich, aber in den Sekunden habe ich dann eben mein schön belegtes Stück Baguette hypnotisiert. 

Das perfekte sommerliche Abendessen – und auch für Abende mit Freunden sehr zu empfehlen. Die Vorbereitungszeit sinkt auf ein Minimum, der Spaß hält lange an. Was will man mehr?

Übrigens: Verzeiht die schlechte Fotoqualität, es war schon dunkel und sowieso und überhaupt.

April 10, 2013

Wenn schon krank, dann Spaß dabei

In den letzten Tagen war mir öfter schlecht. Eigentlich sogar durchgehend. Ganz egal was ich aß – danach war mir übel und ich wollte mich gar nicht mehr bewegen. Auch noch am Wochenende! Wegen ein bisschen Sobrennen rennt man da nicht gleich ins Klinikum, andererseits nervt es ganz schön, drei Tage nicht wirklich essen zu können (auch wenn es ein interessanter Einblick in den Modelalltag sein mag).

Meine Lösung heißt ja immer Internet: Doch medizinische Themen und Internet, das ist ja so eine Sache. Ich habe mir ein bisschen sinnvolles angelesen, ziemlich viel Stuss reingefahren und sogar das eine oder andere unfassbar beunruhigende lernen müssen. Aber hilft das weiter? Nein. HUNGER.

Mein Talcid habe ich verlegt (ausgerechnet jetzt!), aber Natron soll ja noch besser wirken. Gesagt, getan, einen Teelöffel Natron in Wasser aufgelöst, Nase zugehalten und runter damit. Danach rumhüpfen und an einem (imaginären) Rülpscontest teilnehmen. Tatsächlich – es hilft ein bisschen. Aber ging es mir in sekundenschnelle besser? Nein.

Außerdem gut: Schonkost. Aber was heißt das schon? Geriebener Apfel? No way! Mein Körper sagt meist rechtzeitig Bescheid, wenn er etwas für eine schlechte Idee hält – und hier sträubte sich gleich alles beim Gedanken an Obst. Ich versuchte es mit Couscous und frischem Gemüse, und mir ging es noch schlechter. Am nächsten Morgen gab es Vollkornbrot – beknackte Idee. Mein Körper verlangte die ganze Zeit nach FRITTEN und Weißbrot. Und Nudeln. Nudeln hatte ich wenigstens zuhause. Aber wenn ich schon darnieder liege, dann will ich auch ein bisschen Spass dabei haben! Also habe ich doch ein klitzekleines bisschen Butter (Fett ist eigentlich auch verboten) unter die Nudeln geschmuggelt, aber nicht irgendeine, sondern Trüffelbutter. Und auch wenn es noch ein bisschen Magentee und Ruhe gebraucht hat, bis es mir besser ging, die gute Laune, die war wenigstens da.

Und die Moral von der Geschichte? Gutes Essen macht zwar nicht direkt gesund, aber wenigstens gute Laune. Und die hilft ja meistens schon ganz schön.

März 14, 2013

Lecker, lecker! Feta-Zitronen-Crème – ein Gastbeitrag von Daniel’s Eatery

Habt ihr schon das neue Abendbrot gesehen? Diesmal waren wir bei Daniel’s Eatery. Daniel ist ein unfassbar netter, herzlicher Mensch, der seine Berufung gefunden hat: Ein geborener Gastgeber wie er muss einfach Supperclubs organisieren, also halbprivate Dinnerparties bei sich zuhause. Doch neben seinem Projekt Daniel’s Eatery, Dinnerparties, Lunches und Abendbrote bei sich zuhause oder in anderen, schönen und vor allem persönlichen Locations, kann man ihn auch bei Kitchensurfing als Koch mieten, er kocht auf der Fashionweek und für hippe Events und betreibt noch dazu ein Label. Mehr über ihn und wie es bei ihm war, könnt ihr wie immer auf Mit Vergnügen lesen. Und sogar eine Karte zu einem seiner Dinner-Abende gewinnen!

Damit der Appetit angestachelt wird, gibt es nun erstmals begleitend zum Kolumne «Abendbrot mit Aida» ein Rezept des Abends. Daniel war so nett, mir das Rezept zur «Feta-Zitronen-Crème» zu schicken, nach der ich instantly süchtig war. 

Aber hier das Rezept:

Zutaten

2 Stängel Petersilie

2 Knoblauchzehen

1 Bio-Zitrone

200 g Schafskäse (Kuh- und Ziegenmilch)

150 g Joghurt

2 EL Olivenöl

1 EL Honig

50 g grob gehackte Walnüsse

Salz

Pfeffer

Zubereitung

1. Die Petersilie waschen, trocknen, die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Den Knoblauch schälen und auch fein hacken. 

2. Die Zitrone heiß abwaschen (zum reinigen und weil sie dann mehr Saft abgibt), trocknen und die Schale abreiben. Dann den Saft auspressen. 

3. Schafskäse grob zerdrücken und mit allen Zutaten, außer dem Zitronensaft und ein paar Walnüssen, locker verrühren. Nun nur soviel Saft hinzufügen, sodass es nicht zu flüssig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den restlichen Walnüssen dekorieren. Guten Appetit! 

DANKE DANIEL!

Die hübschen Fotos da oben hat übrigens die tolle Sarah Steffen gemacht. Großartige Fotografin, tolle Freundin & overall awesome human being.

März 10, 2013
Pre-Tatort-Mystery** oder: Dinner for One
Ich mag es ja gern, mir so ein kleines, feines Abendbrotbrettchen anzurichten, ganz für mich allein und mit vielen, vielen leckeren Dingen. Zum Beispiel das selbstgemachte Schnittlauch-Pesto: Einfach Schnittlauch mit Walnüssen, Salz, Pfeffer, geriebenen Parmesan, etwas Zitronensaft und reichlich Olivenöl in den Mixer geben, gut durchmixen (Achtung: Ist bei Schnittlauch schwierig. Die dummen langen Dingers wickeln sich um die Messer. Vielleicht vorher mal kleinschneiden)*. Ab in ein sterilisiertes Glas, Olivenöl drüber um das ganze luftdicht abzuschließen und in den Kühlschrank sperren. Eine Stunde später mal probieren und aufs Brot schmieren. Oder mit Pasta essen. 
Besonders lecker auf dunklem Brot voller Kerne und mit guten Tomaten (ja, zu dieser Jahreszeit Hohn, aber ich kann ohne frische Tomaten nicht leben, haaaaaach). Tomaten sind angemacht mit Olivenöl, Balsamico, Meersalz, Pfeffer und grünem Paprikapulver von Spice for Life.
*für vegan fun! Parmesan weglassen, Nuss und Salzmenge erhöhen, done.
**Das Finish des Bildes soll Krimi-Stimmung einfangen! Tut es aber nicht, ist einfach nur Grau – aber wir können ja alle so tun, als würde es das tun. Ja? Tuntuntuttutututuuu. Und so.

Pre-Tatort-Mystery** oder: Dinner for One

Ich mag es ja gern, mir so ein kleines, feines Abendbrotbrettchen anzurichten, ganz für mich allein und mit vielen, vielen leckeren Dingen. Zum Beispiel das selbstgemachte Schnittlauch-Pesto: Einfach Schnittlauch mit Walnüssen, Salz, Pfeffer, geriebenen Parmesan, etwas Zitronensaft und reichlich Olivenöl in den Mixer geben, gut durchmixen (Achtung: Ist bei Schnittlauch schwierig. Die dummen langen Dingers wickeln sich um die Messer. Vielleicht vorher mal kleinschneiden)*. Ab in ein sterilisiertes Glas, Olivenöl drüber um das ganze luftdicht abzuschließen und in den Kühlschrank sperren. Eine Stunde später mal probieren und aufs Brot schmieren. Oder mit Pasta essen. 

Besonders lecker auf dunklem Brot voller Kerne und mit guten Tomaten (ja, zu dieser Jahreszeit Hohn, aber ich kann ohne frische Tomaten nicht leben, haaaaaach). Tomaten sind angemacht mit Olivenöl, Balsamico, Meersalz, Pfeffer und grünem Paprikapulver von Spice for Life.

*für vegan fun! Parmesan weglassen, Nuss und Salzmenge erhöhen, done.

**Das Finish des Bildes soll Krimi-Stimmung einfangen! Tut es aber nicht, ist einfach nur Grau – aber wir können ja alle so tun, als würde es das tun. Ja? Tuntuntuttutututuuu. Und so.

6:00pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyfyWzia
  
Abgelegt unter: vegetarisch pesto 
März 4, 2013

Süßkartoffelrösti gone wrong

Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass Kochen bei mir ab und an schief geht. Eigentlich gar nicht mal so selten. Hier mal wieder so ein Beispiel – aber ein gerettetes, weil es trotzdem lecker war und nicht in den Mülleimer wandern musste.

Ich wollte mir zu Mittag ganz schnell einfaches Rösti machen aus Süßkartoffel. Laut Jamie Oliver brauche ich dafür im großen und ganzen nur die Kartoffel – passt ja, hab nicht viel im Haus. Leider hat das nicht so gut geklappt, zusammengepappt zu einem Rösti ist es nicht. Woran das lag, weiß ich nicht. Vielleicht zu wenig Öl in der Pfanne, vielleicht ist Süßkartoffel ja nicht so stärkereich und man kann auf Ei und Mehl nicht so leicht verzichten. Im Grund ist nur ein Haufen gebratene geraspelte Süßkartoffel (gewürzt mit Salz, Pfeffer und etwas Chili) dabei rumgekommen. Schmeckte aber auch irre gut. Besonders mit Joghurt und ein wenig vegetarischem Kaviar obendrauf. Bonustipp: Etwas Zitrone drüber auspressen.

Nachtrag: Nochmal recherchiert, und doch, Süßkartoffeln aka Bataten sind wahre Stärkebomben und extrem nahrhaft. Sie haben sogar einen Hauch mehr Stärke als «echte» Kartoffeln (Süßkartoffeln sind botanisch eher Kürbissen zuzuordnen und haben mit Kartoffeln wenig zutun, btw.) Aber für den gesundheitsfixierten Batatenafficionado habe ich auch gute Nachrichten: 100 g Süßkartoffeln schlagen zwar mit mächtigen 4,2 g Zucker zu buche, aber decken dafür auch 89% des täglichen Vitamin A- und 79% des täglichen Beta-Karotin-Bedarfs. Für Veganer vielleicht wichtig: Sie sind übrigens auch eine pflanzliche Calciumquelle. 3% des täglichen Bedarfs kann eine 100g Portion Batate decken. Klingt nicht viel, aber sticht da eindeutig Kartoffeln, Mais und andere Stärkelieferanten aus.

3:10pm  |   URL: http://tmblr.co/ZZEGUyfUxuPh
Abgelegt unter: vegetarisch 
Februar 15, 2013

Rote Beete im Urlaub, oder: Blutrot, -rot, -rot sind alle meine Finger

Ich mag ja Risotto. Und ich koche auch ziemlich gutes Risotto. Mittlerweile kriege ich auch keine Verspannungen mehr im Arm vom dauernden Rühren. Man könnte also sagen, ich bin mittlerweile ein echter Risotto-Profi und brauche gar kein Rezept mehr für meine Risottokreationen.

Das schöne ist ja, dass man sobald man das Prinzip verstanden hat, aus so ziemlich allem ein leckeres, nahrhaftes Risotto kochen kann. Und es ist auch gar nicht mehr aufwendig, man braucht nur etwas Rundkornreis (Beichte: Ich nehme immer Milchreis), ein Glas trockenen Weißwein, dass man sich auch von seinen lieben, netten, tollen Nachbarn ausleihen kann (man kann auch Sekt nehmen, wenn welcher über ist) und Gemüsebrühe. Und eben was sonst so rumliegt. In diesem Fall frische rote Beete. Ich schätze an die Knackigkeit des Gemüses und die tiefrote, fast künstlich wirkende Farbe. Allerdings nervt natürlich das Schälen, so eine frische rote Beete ist ganz schön fest. Und färbt natürlich alles, was ihr so in die Queeeere kommt. Zum Beispiel garantiert die Finger.

Aber damit kann ich leben. Dann sehe ich eben so aus als hätte ich einen Nebenjob im Schlachthaus angenommen. Wäre ich doch mal bei dem Butterbrot geblieben, dass ich mir eigentlich schmieren wollte, bis mir die Beeten im Kühlschrank entgegenkullerten…

Zwei kleine Beeten schälen und in Streifen schneiden. Oder jede andere Form, die euch beliebt. Eine Schalotte (oder zwei) in kleine Würfel schneiden. Zwiebel geht allerdings auch! Ein bis zwei Knoblauchzehen ebenfalls mikroskopisch klein häckseln. Alles in Olivenöl & zerlassener Butter glasig anschwitzen. Dann ein kleines Trinkglas Reis hinzu, ebenfalls glasig schwitzen, mit einem Glas Wein ablöschen, verdunsten lassen. Beetestreifen reinschütten. Parallel einen Topf mit Gemüsebrühe zum Kochen gebracht? Gut! Schöpflöffelweise Brühe in den schweren Topf mit dem Reis schöpfen. Immer erst den Reis die Flüssigkeit aufsaugen lassen! Und dabei fleißig rühren, rühren, rühren.

Nach einer halben bis 3/4-Stunde müsste der Reis gar sein. Jetzt Hitze etwas runterschalten, würzen. Ich war etwas langweilig, es war nur etwas Meersalz, Pfeffer und Zimt dran, aber Muskat wäre auch noch sehr gut gekommen und vielleicht auch Nelke. Eine Handvoll Parmesan reiben, in den Topf geben, gut umrühren. Anrichten – wie man sieht, auf blauen Tellern sieht das ganze noch besser aus – und Feta drüberkrümeln. Fertig!

(Risottos habe ich auch schon mehrmals veganisiert, indem ich die Butter und den Parmesan einfach weggelassen habe, dafür dann etwas stärker gewürzt habe. Easy und macht keinen großen Unterschied.)

Januar 20, 2013

Proteinbomber oder: Fast das leckerste, was ich je gekocht habe (um 10 Uhr früh)


Wieso und warum ich an einem Samstag in aller Herrgottsfrühe schon auf den Beinen, einkaufen, sogar schon «Frühsport» machen war, das möchte ich lieber nicht erläutern. Wichtiger ist, was ich danach großartiges gekocht habe. Diese Veggie-Ei-Pfanne gehört gefühlt wirklich zu den leckersten Dingen, die je aus meiner Küche gekommen sind. Allerdings denke ich das regelmäßig, wenn mir mal was gelingt, haha. (<—- Ja, bei mir läuft das mit dem Kochen auch verdammt oft schief.)

Irgendwie hat das Gericht was von einem bastardisierten, europäisierten Bibimbap und ist eigentlich perfekt für ein Brunch. Oder sogar als Abendessen. Oder eben als Frühstück für Fans von wirklich herzhaften Frühstücken. 

Erstmal Gemüse kleinschneiden: Eine bis zwei Knollen roter Beete in Stifte schneiden. Je nach Geschmack und Verfügbarkeit vorgekocht oder frisch – ich hatte beides da, aber Lust auf weniger knackig und mehr matschig, deswegen habe ich die vorgekochte genommen. Vier dünne Frühlingszwiebeln inkl. Grün in Scheiben schneiden, man kann aber auch Schalotten nehmen oder rote Zwiebel… je nach Lust und Laune. Wenn man Schalotten oder Zwiebeln nimmt, wird das ganze natürlich ungleich deftiger und herzhafter. Mit Frühlingszwiebeln bleibt es noch recht frisch und leicht. Eine Tomate würfeln und vielleicht mit Salz und/oder Chilipaste vermischen, Mangold oder Spinat kleinschneiden, bzw. bei gefrorenem Spinat einfach nur auftauen. Auch gut: Was eingelegtes. Ich habe die leckeren Radieschen genommen, aber auch Silberzwiebeln sind denkbar, oder irgendetwas anderes. Oder ihr nehmt einfach eingelegte rote Beete, statt vorgekochter oder frischer. Oder mischt. Regel: Anything goes!

Dann Butter oder Pflanzenöl oder beides in der Pfanne zerlassen. Jedes Gemüse in einer Ecke der Pfanne vor sich hinbraten lassen. Ist ein wenig tricky, aber weit machbarer, als man denkt. Dann ein oder zwei oder X Eier auf das Gemüse schlagen, Deckel drauf, stocken lassen, Sesam über das Ganze geben, nach Geschmack vielleicht jetzt erst Chilipaste oder Pfeffer, ein bisschen Meersalz, fertig. Mit einem Tee, einem Glas Blutorangensaft und einer Terra X-Doku im Bett großartig. (Aber auch in jeder anderen Kombination.)

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Dezember 16, 2012

Mhhh… goodness! Easypeasy Pasta mit Trüffelkäse und Feigen

Das schöne an der Vorweihnachtszeit ist, dass auch normale Supermärkte und Discounter special Festtagsangebote haben. So habe ich beispielsweise vor zwei Jahren ziemlich gute Trüffelbutter (mit echten Trüffeln und keinen Aromastoffen) für kleines Geld beim Aldi bekommen. Simples wie Rührei wird damit zum Festmahl, probiert’s mal aus (aber kein Trüffelöl, das ist meistens totaler Nepp).

Dieses Jahr war ich zufällig im Lidl, wo ich sonst auf keinen Fall einkaufen gehe. Und da gab es lecker Frischkäse mit Trüffel, ein kleiner Würfel LECKER (nur echt in Großbuchstaben) für unter zwei Euro. Toll! Er schmeckt ziemlich intensiv, so zum auf’s-Brot-schmieren ist das nicht wirklich was.

Was man daraus tolles machen kann? Einfach gute Nudeln kochen (ich hatte Linguine von DeCecco), mit ein ungefähr anderthalb großen Löffeln Käse mischen, etwas Meersalz, etwas frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und zwei gewürfelten frischen Feigen gibt das ein luxuriöses, MEGAeinfaches Essen, mit dem man so einfach wie nie Lorbeeren ernten kann. Cool, was?

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